Im Moment schreibe ich nicht so gerne. Das liegt ein bisschen daran, dass es mich vom Steuererklären abhält und in erster Linie, weil der Rücken schmerzt. Aber was muss, das muss und zwar gleich doppelt: zu “Alles aus Liebe” zeigte der liebe Freund nun schon vor zwei Wochen den letzten Mike Leigh-Film, Another Year, bei dem ich wunderbarerweise einfach auf früher Geschriebenes verweisen kann.
Da es bereits wieder spät war, als wir anfingen zu gucken und ich aus wirbelsäulentechnischen Gründen im Liegen schaute, bin ich relativ früh relativ tief eingeschlafen. Ich kann also leider nicht sagen, ob ich ihn dieses Mal anders beurteilt hätte. Zu essen gab es vorher nochmal Zwetschgenknödel, für die ich sicher demnächst das Rezept einstelle. Wirklich.
Für den vergangenen Dienstag war das Motto “Das Herz ist ein einsamer Jäger”, erfüllt durch das ungewöhnliche, spritzige und witzige Werk von Amos Kollek Fast Food, Fast Women. Es geht um die Suche nach Liebe in verschiedenen Lebensabschnitten, darum, mehr Aufregung in Sonntagvormittage zu bringen, um die falschen Lügen und die gerechte Belohnung für couragiertes Auftreten. Um was noch und wie, finden Sie mal lieber selbst heraus, es lohnt sich.
Immer noch liegend war es mir dieses Mal keine Anstrengung, die Augen bis zum Ende offen zu halten. Was sagen Sie dazu, Herr Leigh?
Zu essen gab es das genial einfache Rote-Bete-Gratin (Bete kochen, schälen, in Scheiben schichten, salzen, pfeffern, Sahne drüber und mit Käse überbacken. Total köstlich) mit Pellkartoffeln, danach Quitten aus dem Ofen (gewaschen und halbiert, zusammen mit Ahornsirup, Zitronensaft und -zeste, Lorbeerblatt, Zimtstange, Zucker und halb bedeckt mit Wasser, 170° bis sie weich sind, also ca. 2 Std.) mit Vanilleeis und Cantuccini. Auch gut.
Nächstes Mal ist die Reihe wieder an mir, ich muss etwas finden zu “Lob der Schnelligkeit”. Autorennen sind nicht so mein Ding…
Die Bete mache ich gleich genau so. Die Quitten auch.
Lob der Schnelligkeit? Blake Edwards: “Das große Rennen rund um die Welt”. Einer der komischsten Filme, die jemals gedreht wurde. Vollkommen zu unrecht in Vergessenheit geraten.
Ich hoffe, Dein Rücken legt sich wieder. Und daß Du einen guten von diesen Zauberern kennst, die Dich wieder einrenken können.
Rote Beete Gratin finde ich ganz schön. Auf den Tisch darf ich es leider nicht bringen (Rote Beete bäh).
@karu: ich bin gespannt auf Deinen Bericht
@kurbjuhn: vermerkt
@Zauberer kenne ich leider nicht, einmal einrenken und Thaimassage haben keine nachhaltige Besserung gebracht
@kormoranflug: das ist schade, dieses Gericht wäre eventuell nochmal eine Chance, vor allem für Leute, die mit eingmachter, sauerer Bete großgeworden sind?
Ich habe nur die Bete geschafft, für die Quitten war es schon zu spät (2 Stunden Ofen), das kommt ein anderes Mal dran. Die Bete waren sehr gut und mild, obwohl ich die schärfere, weißrote Sorte verwendet habe.
[...] ich ja auch faul. Mir waren ein paar Ideen durch den Kopf gegangen, aber ich gebe zu, nachdem ich Herrn Kurbjuhns ansprechenden Tipp gelesen hatte, habe ich die Suche nach dem geeigneten Film eingestellt: Das große Rennen rund um [...]
[...] folgt die Beschreibung), zum Hauptessen die bodenständige Rote Bete, mal schon wieder als Gratin: einfach und gut; und zum Dessert eine Quark-Joghurt-Sahne-Creme Double-Creme mit [...]