Was für ein Motto! Und ich muss zugeben: bravourös gemeistert vom geliebten Mann, der den schwedischen Jugendfilm Hip Hip Hora! präsentierte. Die knapp 13-jährige Sofie betrinkt sich zum ersten Mal und prompt machen die coolen Jungs hässliche Fotos, die sie – Mitte der 10er-Jahre dieses Jahrhunderts – noch nicht bei Facebook einstellen, sondern in der Schule verteilen.
Es ist ein Film über Mobbing und Einsamkeit, über die Absolutheit des jugendlichen Schmerzes, über Feigheit und lernen, was Freundschaft bedeutet – und was nicht. Am Schluss siegt das Gute, was zwar möglicherweise nicht ganz realistisch ist, mich aber gestern trotzdem sehr zufrieden stellte. Und wenn ich den Film meiner großen Tochter zeigen möchte, dann ist ein Ende mit Mut, Witz und ausgleichender Gerechtigkeit ja gar nicht das Schlechteste.
Die Schlussequenz ist meisterhaft; sie hat viel zu tun mit den unterschiedlichen Arten eine Ketchup-Flasche zu leeren.
Zu Essen gab es Kartoffelsalat, anderen Salat, Joghurt mit Kräutern und – fertige – Gemüsebratlinge, Niveau erhielt die abendliche Speise durch die schwedischen Zimtwecken des geliebten Mannes. Altes Familienrezept, auf nicht mehr nachzuvollziehenden Wegen von Schweden nach Schlesien gelangt, das ich hier auf keinen Fall preisgeben darf.
Beim nächsten Filmabend, der vermutlich erst im neuen Jahr wieder stattfindet, habe ich es dankenswerter Weise leicht: “Freundinnen müsste man sein” ist eine Vorgabe, die zu bewältigen ist.