Egal, was man vom neuen Bundespräsidentenkandidaten und/oder der Kanzlerin halten mag: ich unterstelle Spiegel Online eine wachsende Paranoia – die eigene Wichtigkeit betreffend – die mit der unablässigen Wulff-Berichterstattung stets an prominentester Stelle begonnen hat und nun ihren Fortlauf findet.
Die Nähe zu den Allmachtsfantasien der Bildjournaille finde ich beängstigend. Beider Benehmen wäre fast ein Grund geworden für mich, den Rücktritt Wulffs nicht gutzuheißen. Jetzt geht es weiter – bald muss ich die Kanzlerin für ihre Politik und sonstiges Gebaren in Schutz nehmen.
Na, hoffentlich überwindet sie die Schmach schnell, einen Menschen, von dem sie “nachgewiesenermaßen eine hohe Meinung” hat – was mich übrigens angesichts der politischen Grundhaltung von Joachim Gauck und seinen dementsprechenden Äußerungen keinesfalls verwundert – zum Bundespräsidenten mitküren zu müssen. Aber was interessiert SPON sein Geschwätz von vor zwei Jahren?

Noch hat niemand gewählt.
Die Namens-Schacherei finde ich für so ein Amt entwürdigend.
Hätte doch nur jeder einen Vorschlag gemacht und der Gewählte wäre Präsident geworden. In Zukunft sollte das Volk wählen!
(Hat ja auch eigentlich ganz gut gepaßt: der Präsident der Schnäppchenjäger …)
Na ja, SpOn eben, ist genau so weit vom “Qualitätsjournalismus” entfernt wie die Blöd-Zeitung.