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Archiv für die Kategorie ‘Von hier nach dort’

Seit drei Wochen sind wir zurück und ich habe immer noch nicht angefangen darüber zu schreiben, obwohl ich es fest vorhatte. Ein Grund ist die Scheu vor dem neuen Genre Reisebericht. Ausschlaggebender aber ist, dass mich meine Eindrücke immer noch so beschäftigen, dass sie sich nicht in eine wie auch immer geartete Ordnung bringen lassen [...]

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So langsam bin ich angekommen. Nicht in der Wohnung: die Eroberung des einen, noch nicht begehbaren Zimmers kostet die mühsam erreichte Bewohnbarkeit der Restwohnung. Im Klartext: es sieht schlimmer aus als bei Hempels unterm Sofa, der Wiederfindungsindex ist im Minusbereich angelangt. Aber wir sind dran. Es ist ein bisschen wie funktionierende Homöopathie, es muss erst [...]

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Obwohl ich mir fest vorgenommen habe hauptsächlich Neues auszuprobieren, hier in meinem neuen Kiez, stelle ich bereits jetzt die Tendenz bei mir fest, Etablissements zum zweiten, dritten und vierten Mal zu besuchen, und nicht nur deshalb, weil sie so gute Ware, Atmosphäre oder Preis-Leistungs-Verhältnisse haben. Nein, allein und einzig deshalb, weil ich sie nun schon [...]

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Es wird besser. Nicht gut, aber definitiv besser. Nach einem Mittelding zwischen Schlachtplan und Pause. Jetzt ist es nur noch ein Zimmer, das allerdings rappelvoll mit Kartons und anderem steht. Meine Befürchtung ist, es wird wie mit Rubik’s Cube oder den Plastik-Schiebepuzzles aus der Kindheit: beim letzten Teil geht alles wieder alles im Chaos unter, [...]

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Ich möchte heute einfach mal jammern. Darüber, dass die Kisten immer noch den größten Teil der neuen Wohnungsfläche einnehmen. Darüber, dass sie ausgeräumt und zusammengefaltet bereits zu neuen Platzkonkurrenten werden. Darüber, dass von zwei notwendigen Dübeln der zweite einfach durchfällt und die ganze Arbeit vergeblich war. Darüber, dass ich mir immer wieder an in den [...]

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An das ehemalige Stasi-Erholungsheim erinnert bestenfalls noch die Architektur des Haupthauses, über die man sich aber auch nur so lange erhebt, bis man in einem der Zimmer oberhalb der Baumkronen des kleinen Kiefernwäldchens aus dem Fenster blickt. Das kleine Kiefernwäldchen geht über in die Dünen und ist mit dem üblichen breiten Ost-Ostseestrand alles, was zwischen [...]

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Es geht nur sehr langsam voran. Nun rächt sich, dass das Leben ein paar Wochen brach lag: der Alltag, das Fortkommen, die Organisation des Kommenden fordert jetzt seinen Tribut und lässt mich nicht mit voller Kraft das neue Zuhause schaffen. Die Nerven liegen blank, der Körper schmerzt angesichts der exzessiven, weil ungewohnten, körperlichen Arbeit. Filmabend [...]

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Es schwankt. Es schwankt zwischen dem Gefühl, im absoluten Chaos zu ertrinken, kein Land zu sehen, am Eingepackten und Nichtwiederauffindbaren zu verzweifeln und einem unbestimmten Optimismus, wenn ein Stück mehr Kubikraum freigeschaufelt und ein Karton mehr erfolgreich entleert ist. Oder das erste einfache Mahl auf dem neuen Herd gekocht ist. Oder die Türe zum Bad [...]

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Trotz extremem Stress in Job und Haus und seit heute strömendem Regen wird die neue Gegend erkundet. Es müssen neue Wege von und nach dort gefunden werden, gutes Brot, der nächste Geldautomat, ein feiner Platz fürs Fahrrad. Gestern war der zweite nette Abend in Gesellschaft hier im Kiez: zwei Moabiter haben uns sozusagen hinübergeholfen, ein [...]

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Denke ich jedesmal, wenn ich die neue Wohnung betrete. Da wir bis zur letzten Aprilminute und darüber hinaus mit der alten Wohnung beschäftigt waren, ist hier nichts passiert. Keine kleinen, unsichtbaren Helfer sind des Nachts herumgewuselt und haben das Schiff klargemacht. Es bleibt wieder alles an uns hängen. Eigentlich hätte ich mir denken können, dass, [...]

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