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Archiv für die Kategorie ‘Warum ich Moabit nun doch verlasse’

Es geht nur sehr langsam voran. Nun rächt sich, dass das Leben ein paar Wochen brach lag: der Alltag, das Fortkommen, die Organisation des Kommenden fordert jetzt seinen Tribut und lässt mich nicht mit voller Kraft das neue Zuhause schaffen. Die Nerven liegen blank, der Körper schmerzt angesichts der exzessiven, weil ungewohnten, körperlichen Arbeit. Filmabend [...]

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Es schwankt. Es schwankt zwischen dem Gefühl, im absoluten Chaos zu ertrinken, kein Land zu sehen, am Eingepackten und Nichtwiederauffindbaren zu verzweifeln und einem unbestimmten Optimismus, wenn ein Stück mehr Kubikraum freigeschaufelt und ein Karton mehr erfolgreich entleert ist. Oder das erste einfache Mahl auf dem neuen Herd gekocht ist. Oder die Türe zum Bad [...]

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Trotz extremem Stress in Job und Haus und seit heute strömendem Regen wird die neue Gegend erkundet. Es müssen neue Wege von und nach dort gefunden werden, gutes Brot, der nächste Geldautomat, ein feiner Platz fürs Fahrrad. Gestern war der zweite nette Abend in Gesellschaft hier im Kiez: zwei Moabiter haben uns sozusagen hinübergeholfen, ein [...]

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Denke ich jedesmal, wenn ich die neue Wohnung betrete. Da wir bis zur letzten Aprilminute und darüber hinaus mit der alten Wohnung beschäftigt waren, ist hier nichts passiert. Keine kleinen, unsichtbaren Helfer sind des Nachts herumgewuselt und haben das Schiff klargemacht. Es bleibt wieder alles an uns hängen. Eigentlich hätte ich mir denken können, dass, [...]

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…aber eben immer noch nicht ganz. Ich weiß nicht, wo die Dinge alle herkommen, seit ein paar Tagen habe ich die Tendenz alles als “unwichtig” zu deklarieren. Leider machen das die bereitgestellten Haushaltsmülltonnen nicht mit. Also wieder eine Fuhre zur BSR… Heute mittag ist es vorüber – so oder so. Gestern abend noch einmal die [...]

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Wir haben genug gepackt um den Laster einmal vollzuladen und die Belastbarkeit der Umzugshelfer an ihre Grenzen zu bringen. Es ist viel geschafft, aber längst nicht alles. Der Kellerraum entspricht ungefähr der Ladefläche eines 7,5-Tonners, würde ich meinen… Es sieht aus, als würde es nie ein Ende nehmen. In der neuen, wirklich sehr schönen Wohnung [...]

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Entweder ich packe die Nacht durch und muss morgen beim Umzug selbst passen. Oder ich packe während die anderen umziehen. Juhu, ich komme drum rum… Kann man durch Umziehen eine Stauballergie entwickeln? Vielelicht muss ich aufhören, Bücher einzukartonieren. Die gute Seite an der Sammelleidenschaft des geliebten Mannes: wir haben genug Einwickelpapier durch mehrere Jahrzehnte taz. [...]

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Pausen eignen sich gut zum Umzugstagebuch schreiben, jedenfalls so lange wie ein funktionierender Rechner mit funktionierendem Internetanschluss bereitsteht. Je mehr eingepackt ist, desto größer wird das Chaos. Wie ist das möglich? Ich sortiere nicht mehr so gründlich aus wie in den Tagen zuvor – keine Zeit mehr. Selten wünsche ich mir die Zeit bereits vergangen. [...]

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Ich bin mir sicher. Auch wenn mich gestern, wie so viele andere auch, beim morgendlichen Blick aus dem Fenster fast der Schlag getroffen hat: pudergezuckerte Gehsteige, der Dreck der letzten Tage verdeckt von verführerischem Weiß, das am Ende nur dazu führt, dass sich die verrußten Schmutzhäufen am Straßenrand, die heimtückischen Eisbahnen zwischen den Stellplätzen der [...]

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