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Archive for November 2009

Nach eher nicht so erfreulichen Erfahrungen mit verschiedenen Logistik- und Speditionsdienstleistern im letzten halben Jahr hatte ich mir überlegt, dass es wahrscheinlich doch die paar Cent mehr wert ist, seine Sendungen in die Hände der Deutschen Post zu geben: zuverlässig, kompetent, vertrauenswürdig.

Päckchen, die bei mir völlig fremden Menschen ein paar Häuser weiter abgegeben werden, Koffer, die abends um halb zehn abgeholt und einen Tag vor der eigenen Ankunft wieder geliefert werden, eine Sendung, die ohne weitere Mitteilung dann doch nicht privat – wie auf dem Zustellschein vermerkt – sondern lieber im Paketshop abgegeben wird: ich dachte, das alles ist nicht mehr zu toppen.

Mein für Montag sehnlich erwartetes, weil von Berufs wegen essentiell dringendes, Einschreiben wurde mir am Dienstag nicht zugestellt – obwohl es sich um ein Einwurfeinschreiben handelte – sondern eine Benachrichtigung, dass es für mich in der zuständigen Postfiliale bereit läge, „heute jedoch nicht“ mehr. Also gehe ich Mittwoch morgen zur zuständigen Filiale, warte bis sie um 9 aufmacht, warte bis ich dran bin, um zu erfahren, dass meine Sendung nicht auffindbar ist.

Stattdessen wird ein Reklamationsformular ausgefüllt, welches dann an die zuständige Stelle gefaxt wird, welche sich dann mit mir in Verbindung setzen wird,…..“Wie“, sage ich, „da gibt es keinen direkteren, unmittelbareren Weg der Schadensbehebung?“ Nein, und überhaupt, wie würde ich mir das vorstellen, der zuständige Zusteller sei ja nun unterwegs, ergo nicht erreichbar. Ach so, ja klar.

Drei Anrufe beim Kundentelefon ergaben zwei Zusicherungen (im Abstand von 24 Stunden), dass sich die Post natürlich sofort und intensiv um mein Anliegen kümmere, und mir selbstverständlich zeitnah Bescheid gäbe, der dritte Mitarbeiter war nicht so willig, und hat meinen gerechten Zorn kalt abgeschmettert: „Wir sind ein großes Unternehmen, da dauert es, bis man die zuständige Stelle gefunden hat. Selbstverständlich hat sich sofort jemand intensiv Ihres Problems angenommen, die rotieren, um dieses Einschreiben wieder zu finden.“ Gefangen in meinem gerechten Zorn habe ich erst Stunden später erkannt, dass der mich auf den Arm genommen hat. Sympathiepunkte hat es ihm trotzdem keine eingebracht.

Ein gestriger Besuch bei der zuständigen Filiale – es ist müßig zu erwähnen – hat nichts gebracht: „Nee, nee, die suchen das noch. Die Verwaltung hat schon mal angerufen heute, ob das hier ist.“ War ja nur ein verzweifelter Versuch.

Unterdessen sammle ich Geschichten. Über die Deutsche Post und ihre Missgeschicke. Eine gute Freundin, hat vor ein paar Monaten ein Päckchen geschickt, das unauffindbar verschwunden ist. Wegen Vorfrankierung taugte es leider auch nicht für den schicken Service der Sendungsverfolgung. Und der Betrag konnte wegen Geringfügigkeit nicht erstattet werden. Wahrscheinlich ist es sicherer Lotto zu spielen als genau den Betrag zu treffen, der nicht zu klein und nicht zu groß zum Erstatten ist für die Deutsche Post.

„Ich schicke nie etwas per Post, wenn etwas wirklich und schnell ankommen muss, “ sagt ein Freund aus einer größeren Berliner Agentur. „Das weiß doch jeder.“ Ich jetzt auch.

Heute habe ich zwei identische Schreiben erhalten. Mein Ärger wird verstanden und man entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten (auch ein schönes Wort für entgangene Folgeaufträge auf Grund nicht fristgerechter Leistungserbringung). Der Aufenthaltsort meines Einschreibens könne leider trotz konzertierter Aktion nicht ermittelt werden, vermutlich sei die Sendung zurück an den Absender gegangen. Bisher zumindest nicht.

Ich bin einigermaßen sprachlos. Worte finde ich hoffentlich wieder, wenn „die zuständige Stelle im Konzern sich mit mir in Verbindung setzt“ um über eventuell entstandene Schäden zu verhandeln. Das zumindest hat mir der freundliche vierte Mitarbeiter heute am Kundentelefon versichert auf meine Nachfrage, wie wir denn weiter vorgehen, wenn das Einschreiben nicht mehr auftaucht.

Ach ja, das Kundentelefon des weltweit führenden Post- und Logistikkonzerns ist sehr zu empfehlen. Drei von vier Mitarbeitern waren freundlich, und es kostet nur 6 Cent. Der ganze Anruf, wohlgemerkt. Und eine Vorabentschädigung habe ich auch schon erhalten von der Deutschen Post: dem einen Schreiben war ein 5er-Briefchen mit Briefmarken beigelegt. Das können wir ja dann gegenrechnen.

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…oder „Schweinsfüße sind aus“. Ich brauche Eure Hilfe…

Der geliebte Mann hat uns zum Thema „There’s no business like show business“ Ginger e Fred gezeigt, einen der letzten Filme von Fellini mit seiner Ehefrau Guiletta Masina und Marcello Mastroianni. Aus dieser Satire über ein gealtertes Tänzerpaar, deren Integrität umso deutlicher wirkt vor dem absurden Hintergrund einer immer weniger Sinn aufweisenden Fernsehunterhaltung, hätte man alle möglichen Vorgaben ziehen können, und wenn ich auch zugeben muss, dass das „Flüstern im Dunkeln“ eine der Schlüsselszenen im Film darstellt, so ist das Motiv „Schweinsfüße sind aus“ wenig nachvollziehbar und wurde deshalb von mir abgelehnt – für dieses bisher nicht dagewesene Vorgehen erhielt ich Gott sei Dank die Rückendeckung des guten Freundes.

So bleibt es also beim Flüstern. So richtig mag mir nichts einfallen, zumal das Genre der Horror- und Gruselfilme für mich ausfällt – ich mache bereits bei Dracula den Fernseher aus.

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Durch viele Abwesenheiten und einiges organisatorisches Kuddelmuddel bin ich wieder einmal ein wenig spät dran mit der filmabendlichen Berichterstattung und dem damit verbundenen Einholen neuer Ideen. „Dem Himmel so nah“ gekommen sind wir mit dem schwedischen Film Wie im Himmel. Das Gegrummel am Ende, aus dem sich eventuell Worte wie „auf der kitschigen Seite“ oder „ganz schön sentimental“ heraushören ließen, führe ich darauf zurück, dass von den anwesenden Herren möglichst unauffällig weggewischte Tränen ja nun auch kompensiert werden wollen…

Es ergab sich folgerichtig aus dem Hauptmotiv und vielen Nebenmotiven des Films die Vorgabe „Die Macht des Liedes“ fürs nächste Mal, welche brilliant und hundertprozent stimmig durch eine meiner geliebten britischen Produktionen erfüllt wurde, nämlich mit Little Voice mit einer wunderbar ordinären Brenda Blethyn, die nur im englischen Original funktioniert (das in Verbindung mit englischen Untertiteln auch verständlich wird).

Da bin ich ja gespannt, ob das nächste Woche wieder so gut funktioniert, wenn „There is no business like show business“ einen cineastischen Ausdruck finden soll. Vielleicht darf ich doch endlich, endlich Cabaret sehen?

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