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Archive for Februar 2010

Ich bin mir sicher. Auch wenn mich gestern, wie so viele andere auch, beim morgendlichen Blick aus dem Fenster fast der Schlag getroffen hat: pudergezuckerte Gehsteige, der Dreck der letzten Tage verdeckt von verführerischem Weiß, das am Ende nur dazu führt, dass sich die verrußten Schmutzhäufen am Straßenrand, die heimtückischen Eisbahnen zwischen den Stellplätzen der Autos, die zugeeisten Radwege und die Splitbeläge überall noch länger halten können. Und die Berliner Stadtreinigung weiterhin eine gute Ausrede hat, warum sie den Müll von Silvester noch nicht wegräumen konnte.

Nein, wirklich, seit heute bin ich mir ganz sicher: der Frühling kommt. Ich habe am Sonntag grüne Spitzen irgendwelcher Zwiebelblumen gesehen. Und Magnolienknospen berührt. Und Spechten gelauscht, die doch sicher frühjahrs anfangen, auf die Bäume zu klopfen?

Bei meiner heutigen Fahrt durchs frühfrühlingshafte Moabit konnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden von hier wegzuziehen. Trotz Sonnenglanz auf den liebgewonnenen Wegen. Bei einer wertkonservativen Person wie mir, die Neuerungen nur schweren Herzens etwas Gutes abgewinnen kann und Umziehen hasst wie die Pest – und dabei den Begriff Hass so gut wie nie verwendet – , die den in Berlin am längsten von ihr bewohnten Kiez immer mehr als Zuhause akzeptiert und zum ersten Mal Bekannte auf der Straße getroffen hat, kann solch optimistisches Vorwärtsblicken, ja, ich bin fast geneigt, es Vorfreude auf den kommenden Ortswechsel, und alles was er an sonstigen Wechseln nach sich zieht, zu nennen, nur heißen, dass es Frühling wird.

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Es ist vollbracht. Wir haben das Ende der Welt abgeschlossen. Nun beginnt die „Zeit der Träume“. Ein schwieriges Unterfangen, da so viel damit gemeint sein kann und einiges dann wohl doch nicht. Und wer beurteilt’s? Schwere Wahl. Wann ist ein Traum ein Traum und beinhaltet die Zeit der Träume bereits ihre Verwirklichung? Oder ists dann kein Traum mehr?

Ist Heranwachsen immer eine Zeit der Träume und fällt somit auch Eis am Stil unter dieses Motiv? Warum passt eine Doku über die Hausbesetzer der 80er Jahre, aber nicht Hair? Oder geht das doch? Was ist die Rocky Horror Picture Show, wenn nicht der Einbruch einer wilden Traumwelt in die brave US-amerikanische Lebenswelt von Janet und Brad?

Ich gehe assoziativ ran, das bietet sich an bei diesem Thema. Aber ich muss aufpassen, dass ich den strengen – um nicht zu sagen etwas unflexiblen – Kriterien des Mottogebers entspreche. Zumindest muss ich sauber argumentieren können.

Irgendwelche Ideen?

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Die Auswahl des einen Filmenthusiasten hat mich irgendwie ausgebremst in der dienstäglichen Filmberichterstattung: Für das Ende der Welt führt uns Wim Wenders Bis ans Ende der Welt. Und da es sich bei dem Werk in der vollen Länge um eine Trilogie handelt, tut er dies nun bereits seit etlichen Wochen, unterbrochen durch Winterferien, Elternabende und ebensolche Besuche.

Der gute Freund hat angekündigt, das nächste Mal die erste Staffel von Bezaubernde Jeannie zu zeigen. Die würde uns bis mindestens Ende April beschäftigt halten. Nach dem nächsten Filmabend mit Teil 3 müssen wir eventuell das Regelwerk nochmal ein wenig differenzieren oder ich mir ein anderes Thema für meinen Blog suchen.

Richtigen Unmut hat der geliebte Mann dennoch nicht auf sich gezogen, dazu gefällt das an Lynch erinnernde Roadmovie zu gut. Von hier aus lässt sich plötzlich klar erkennen, was es mit 80er-Jahre-Ästhetik auf sich hat und es muss nicht jede Botschaft immer gleich zu entschlüsseln sein. Unter Umständen hat der Film gar keine. Macht nichts. Macht trotzdem Spaß.

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