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Archive for Februar 2012

Egal, was man vom neuen Bundespräsidentenkandidaten und/oder der Kanzlerin halten mag: ich unterstelle Spiegel Online eine wachsende Paranoia – die eigene Wichtigkeit betreffend – die mit der unablässigen Wulff-Berichterstattung stets an prominentester Stelle begonnen hat und nun ihren Fortlauf findet.

Die Nähe zu den Allmachtsfantasien der Bildjournaille finde ich beängstigend. Beider Benehmen wäre fast ein Grund geworden für mich, den Rücktritt Wulffs nicht gutzuheißen. Jetzt geht es weiter – bald muss ich die Kanzlerin für ihre Politik und sonstiges Gebaren in Schutz nehmen.

Na, hoffentlich überwindet sie die Schmach schnell, einen Menschen, von dem sie „nachgewiesenermaßen eine hohe Meinung“ hat – was mich übrigens angesichts der politischen Grundhaltung von Joachim Gauck und seinen dementsprechenden Äußerungen keinesfalls verwundert – zum Bundespräsidenten mitküren zu müssen. Aber was interessiert SPON sein Geschwätz von vor zwei Jahren?

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Als ich vor ein paar Tagen den Film aus der Videothek an der Ecke holte, fragte mich der Mitarbeiter, ob ich tatsächlich den haben wollte, da ich den doch schon vor kurzem ausgeliehen hätte. Ja, sagte ich ihm, ich habe es nicht geschafft, ihn zu Ende zu gucken.

Heute brachte ich demselben Mitarbeiter den Film einen Tag verspätet zurück und musste nachzahlen. Wäre ich an seiner Stelle, könnte ich mich des Gedanken nicht erwehren, dass dieser Film harte Arbeit sein muss.

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In Berlin müssen unbestätigten Gerüchten zufolge um die 1000 Gymnasialzöglinge der 7. Jahrgangsstufe zwangsweise nach diesem Schuljahr auf die Sekundarschule wechseln. Das Konzept, die Kinder nicht mehr auf Grund der Grundschulempfehlung den Schultypen zuzuordnen, sondern dem Elternwillen freien Lauf zu lassen und den Rest per Auslosung zu regeln, scheint nicht zu funktionieren. Überraschung.

Nun eingehende Lösungsvorschläge bewegen sich zwischen Zurück zum Leistungsnachweis, einer Quotenregelung (?) oder einer speziellen Förderung der versetzungsgefährdeten Kinder – an den Gymnasien.

Ich verstehe nicht. Entweder erfüllt diese Schulform spezielle Bedürfnisse spezieller Kinder und das bedeutet, dass man herausfinden muss, wer (spätestens) am Ende der 6. Klasse diese Bedürfnisse hat. Oder diese Schulform hat sich überlebt und gehört abgeschafft. Dann müssten die Kinder gar nicht mehr in diesem Alter nach irgendetwas sortiert werden, sondern hätten die Zeit, sich in der ihnen eigenen Geschwindigkeit zu entwickeln und erst in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium würde – im Idealfall durch sie selbst – die Entscheidung fallen, wohin die (Bildungs)reise geht.

Alles andere scheint mir absurd.

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An dieser Stelle könnte man sich eine Menge Filme zum Thema Todesstrafe vorstellen, viele gut und der Sache gerecht werdend. Nicht zuletzt würde vermutlich auch der von Lakritze empfohlene Do the right thing von Sebastian Mez dazugehören, für den ich dank eines kurzen freundlichen Emailaustausches mit dem Regisseur sogar den Vertrieb für diese, und eine Menge anderer, sehr interessant anmutender, DVDs gefunden habe: Lingua-Video. Anmerkung am Rand: hier heißt der Film aus rechtlichen Gründen Living with the Death Penalty.

Ich habe mich dennoch für ein anderes Genre entschieden, zum einen weil ich Western gerne sehe und zum anderen weil für mich Western gucken immer eine kleine Hommage an meinen Vater ist, der mir dieses Genre näher gebracht hat. Dabei bin ich mir nicht sicher, dass er Pat Garrett&Billy the Kid überhaupt kannte, diese Peckinpah-Sicht auf den amerikanischen Mythos, in der nicht mehr klar ist, wer gut und wer böse ist, in der Gewalt ein vorherrschendes Prinzip ist, in der das Recht auf der Seite der Besitzenden liegt und man dennoch weder dort noch dort mehr einen moralischen Helden zur eigenen Identifikation finden wird.

Aus meiner heutigen Sicht fällt die Identifikation allerdings noch besonders schwer: handelt es sich trotz aller kritischen Auseinandersetzung mit dem Western als althergebrachtes Vehikel für die Mystifizierung der US-amerikanischen Geschichte immer noch um ein rechtes Machowerk.

Die Frauen im Film sind fast durchwegs reine Nutzobjekte, oft auch mexikanischer oder anderer lateinamerikanischer Herkunft, kaum handelndes Subjekt, wenn man mal von 5 Minuten-Auftritt der Sheriffsfrau („Mama“) absieht, die sich die Munition ins ausladende Dekolleté schiebt und mit Karacho, das Gewehr im Anschlag durch die Türe bricht, um ebenso ungerührt wie die Kerle jeden umzuschießen, der ihr vor die Flinte kommt. Als Role Model taugt auch sie nur bedingt und der Rest der Darstellung von Weiblichkeit geht ins Befremdliche.

Ich kannte die Musik lange vor dem Film. Der Soundtrack von Bob Dylan auf Vinyl war mein jugendlicher Einstieg ins Werk des Meisters, der geliebte Mann hat erzählt, dass er ihn so geliebt hat, dass er ihn zur Reise per Anhalter nach Berlin mit eingepackt hat. Ich denke, in der Zukunft beschäftige ich mich eher wieder mit dieser Musik als mit den Bildern, die sie begleitet.

Das Essen war gut und der Auftragslage angepasst (=wenig Zeit zum Überlegen, Einkaufen, Kochen) unspektakulär: Blattsalate mit roter Zwiebel, Walnüssen, Avocado und Brombeeressig/Walnussöl-Vinaigrette, obendrauf ein gegrilltes Ziegenkäslein mit Honig beträufelt und mit frischem Tellicherrypfeffer bemahlt. Spaghetti in Mascarpone-Chili-Soße. Zum Nachtisch den glücklicherweise zerbrochenen Orangenkuchen des geliebten Mannes. „Glücklicherweise zerbrochen“, weil er andernfalls mit ins Büro genommen worden wäre.

Nächstes Mal in zwei Wochen geht es um das Thema „Die Zeiten ändern sich“ und ich bin neugierig, um welche Zeiten es sich handeln wird.

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Spätwinter

Die kleine Tochter kommt seit Anfang der Woche jeden Morgen auf die erstaunliche Tatsache zurück, dass es seit unserem Winterurlaub im Allgäu mit viel, viel Schnee nun selbigen doch auch endlich in Berlin gibt. Aber ganz so schön wie im Voralpenland ist der Winter halt in der großen Stadt nicht.

Letzthin wurde ich gefragt, warum wir schon wieder dahin fahren. Ich wurde ein bisschen verlegen, ist es eben nicht angesagt, jahrein, jahraus, so wie die Eltern, fortwährend an denselben Ort zum Urlaubmachen zu fahren.

Warum ich es trotzdem tue? Weil es so schön ist dort. Nie langweilig. Den Geist beruhigt und die Seele wärmt. Weil es ein bisschen wie Heimat ist für mich.

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(Fast ein) Erstlingswerk


Der Debutclip von lalalala fresh. Ich bin gespannt auf Weiteres.

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