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Archive for April 2012

Als ich über die S-Bahnbrücke gehe, kommen mir zwei junge Männer entgegen, vorneweg ein kleiner, lockiger Junge auf dem Laufrad, ein ebensolches trägt einer der beiden Männer unterm Arm. Er wendet sich zurück, ruft: „Lenny!“ und dann nach vorn: „Halt, Hank, warte mal auf Lenny!“. Und ich weiß, ich bin im Prenzlauer Berg.

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Gestern gab es mal wieder einen etwas bangen Ausflug in die eigene filmische Vergangenheit. Sie erinnern sich? Der Film, der einen mit 15, 16, 22 unfassbar beeindruckt hat, den man vielleicht 9-14 mal hintereinander angeschaut hat und dann nie wieder, der etwas zeigte, das essentielle Wahrheiten zu enthalten schien fürs eigene Leben, der im eigenen Kopf zum Mythos wurde?

Gelegentlich bin ich dann ganz angetan, wie gut mein Geschmack war vor all den Jahren, wie viel ich offensichtlich schon damals vom wirklich Wichtigen verstand. Immer wieder einmal ist es einfach peinlich. Manchmal nur enttäuschend. Gestern war ich angetan vom guten Geschmack des lieben Freundes schon vor so vielen Jahren. Die Utopie Rollerball trifft nicht nur das Motto wieder einmal 200%ig, sie ist hart, intelligent und spannend, überraschend weitblickend und sie hat immer noch etwas zu sagen. Auch wenn die futuristisch gedachten Tanzszenen ein bisschen 70ies anmuten.

Nachdenklich gemacht hat mich die Aussage des Freundes, der damals gerade alt genug war, um den Film im Kino zu sehen, dass Rollerball in seiner Zeit Furore auch auf Grund seiner Brutalität und Härte gemacht hatte. Die Schwelle, was üblicherweise im Film an Gewalt gezeigt wird, ist heute offenbar deutlich niedriger.

Allemal erfreulicher als der pessimistische Lebensentwurf von Rollerball war das vorangehende Abendessen aus Babyspinatsalat mit sizilianischen Tomaten, Schalotten und gebratenen Pilzen und einem Dressing aus Weißweinessig, Salz, Pfeffer, Ahornsirup sowie Sonnenblumen- und Kürbiskernöl.

Zum Hauptessen gab es einen Gemüseeintopf, der erstmal der Überfülle an noch vorhandenem Gemüse der Feiertage geschuldet war, und dessen Wohlgeschmack sich dann durch Kräuterflädle und die Zugabe von Bärlauchpesto unerwartet vielfältig und aromatisch gestaltete. Apfelkuchen zum Nachtisch war noch da, so dass der Aufwand sich in Grenzen hielt.

Nächster Dienstag: „Im Teufelskreis“. Any thoughts?

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