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Archive for Januar 2014

Yes!! Er hat es getan! Der liebe Freund hat ihn gezeigt, den ultimativen, nein, also gut, einen der ultimativen Engel-Filme. Und ich hatte Angst, das wird nichts, weil zu offenichtlich, nicht herausfordernd genug. Aber er passt nun mal zu gut.

Auch zu uns: 3 WahlberlinerInnen, die sich kaum noch etwas anderes vorstellen können. Als verspätete Filmabend-Hommage an Otto Sander. Und es wäre auch erst der dritte Film dieses Filmemachers…

Richtig. Wir haben gestern Wim Wenders‘ Der Himmel über Berlin gesehen, mit Otto Sander und Bruno Ganz als Engel. Mit Peter Falk als er selbst. Oder so. Mit Solveig Dommartin als Artistin und Curt Bois als Homer. Dass es klappte hatten wir der Tatsache zu verdanken, dass es sich bei diesem Film um eines der ganz seltenen Schwarzen Löcher in der virtuellen Filmdatenbank des lieben Freundes handelte: er hatte ihn nie gesehen. Schon lang stand an, diese Wissenslücke zu füllen, und die Gelegenheit war überaus günstig.

Danach waren wir uns alle drei einigermaßen einig, wenn auch in unterschiedlichen Nuancen. Der geliebte Mann liebt diesen Film, für ihn ist er poetisch, er lässt nicht viel über ihn kommen, deutet aber auch an, dass die leichte Geschwätzigkeit, die in etwas manierierten Mono- und Dialogen zum Ausdruck kommt, dem Stil seiner Zeit (die 80er) ebenso wie dem französischen Teil der Kooperation (meine Rede!) geschuldet sein mag und ein bisschen Kürzung vertragen hätte.

Wir stimmen zu, sind ein wenig kritischer. Es fiel der Kommentar „ein wenig verquast“ und dass es gelegentlich so schien, dass der Regisseur den Bildern zu wenig vertraute und ein bisschen zu viel durch unnötiges Gerede unterstreichen wollte. Beide Herren waren hoch erfreut und ganz schön tief angerührt von Zeit und Raum, die der Film entstehen lässt, nämlich ‚ihr‘ Westberlin der 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts – ein Teil ihrer eigenen Geschichte.

Der liebe Freund und ich finden das Ende enttäuschend, welches Sinnstiftung in letzter Konsequenz allein dem Liebesgeschehen zwischen Mann und Frau zuschreibt und damit die im Film angedachte Breite an möglichen Lebensentwürfen am Schluss unnötig verengt. Außerdem finde ich Solveig Dommartin eh die schwächste Figur im Film; ihr Monolog am Ende langweilt mich und geht mir auf die Nerven. Schluss wäre besser ein paar Szenen früher gewesen, doch sonst – und hier sind wir uns vielleicht doch völlig einig – ist es tatsächlich immer noch einer der besten und unbedingt sehenswert.

Da passte auch das Essen: eine gelungene Gemüsetarte mit Butterblätterteig, Brokkoli, Erbsen, einer Möhre, einer halben roten und einer halben orangen Paprika, Fenchel (vorher mit angeschwitzen Zwiebelwürfelchen und Knoblauch ein bisschen in Olivenöl und wenig Gemüsebrühe angedünstet) mit einem Guss aus 3 Eiern, 100 ml Sahne, 150 ml saure Sahne, 75 g Kaschkawal (hier vielleicht lieber kräftigen Bergkäse), Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Fenchelgrün und Thymian. Dazu Blattsalat.

Und danach zum Seelestreicheln, Reinlegen, Glücklichwerden: Eton Mess (grundsätzlich so wie hier oder hier) mit Orangenfilets und Erdbeersauce. 100% gute Sahne. Alle (sic!) wollten Nachschlag, den es nicht gab. Man muss sich auch mal was trauen.

Der Mann zeigt nach dem Urlaub was zum Thema „Im Leben angekommen“. Das ist nicht so schwer, wirklich nicht.

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Mein Gemüsehändler hatte kurz vor Weihnachten Bitterorangen am Stand. Aus diversen Gründen war ich interessiert, aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Auf meine Nachfrage meinte er, er könne mir nicht versprechen, dass er im Januar nochmal welche habe, die Berliner Großhändler führten sie meist nur um Weihnachten herum, danach gäbe es kaum noch Nachfrage.

Als ich also letzte Woche bei eben diesem Gemüsehändler eine frische Steige Bitterorangen erspähte, traute ich mich nicht, keine zu nehmen, schon damit die Berliner Großhändler nicht in ihrem Tun bestätigt werden, und das, obwohl sich die diversen Gründe leider verzogen hatten.

Mit Orangenmarmelade ist es nämlich so, dass sie zu den Lebensmitteln gehört, die ich theoretisch großartig finde, aber eigentlich nur in extrem kleinen Dosen zu mir nehme (siehe Ziegenkäse und Kürbis), weil sie mir gar nicht so gut schmecken. Anderen Haushaltsmitgliedern schon und lieben Menschen in meiner Umgebung auch, aber 1) was für eine Arbeit! und 2) gibt es andere liebe Menschen, die uns immer wieder ein Glas abgeben, welches auf Grund der Erfahrung vermutlich eh besser ist als alles, was ich diesbezüglich zu Wege bringen würde. (Haben das diese Menschen jetzt auch gelesen und verstanden?)

Wie auch immer: ich hatte also 1 kg Bitterorangen, die der Verwendung harrten. Mir kam ein unglaublich guter Orangenlikör in den Sinn, den ich einmal auf La Gomera getrunken und gekauft hatte, aber Recherchen ergaben, Orangenlikör macht man aus normalen Orangen. Aus Bitterorangen oder – was ich ja schöner finde – Sevilla-Orangen macht man Vin d’Orange.

Langer Rede, kurzer Sinn: nach einigem Abwägen (ist das Obstwein? Denn: ich mag keinen Obstwein, absolut keinen) und Netzsuche habe ich ihn heute angesetzt. Nun bin ich üblicherweise jemand, die sich zumindest beim ersten Mal ans Rezept (an dieses oder dieses oder dieses) hält, zumindest, wenn ich mit etwas hantiere, das ich nicht gut kenne. Das ging heute nicht wegen der Größe oder mangelnden Größe der vorhandenen Gefäße.

Orangengläser02

Orangengläser01

Ich hatte keine Lust zum Rechnen, deshalb ist Zucker, Wein und Obstwasser nach Gusto auf einem kleinen und einem großen Glas verteilt. Im großen Glas ist nur Vanille, im kleinen Zimtstange, Nelken und eine halbe Tonkabohne. Im kleinen ist im Verhältnis viel mehr Hochprozentiger, aber da manche Rezepte die Orangen nur in Hochprozentigem einlegen und den Wein erst nach dem ersten Reifeprozess dazugeben, denke ich mir, man kann noch zu einem späteren Zeitpunkt justieren.

Gewürze

Nelken

Beide Gläser stehen so kühl und dunkel, wie es geht und nach 40 Tagen – auch hier sind die Angaben unterschiedlich, aber 40 Tage haben etwas Magisches, das passt dann schon – wird abgeseiht, eventuell mehrfach, umgefüllt in Flaschen, gegebenenfalls nachgearbeitet mit Wein und Zucker und weiter reifen gelassen, jelängerjelieber. Hoffentlich kann ich so lange warten.

Ich bin sehr gespannt und werde berichten: Schmeckt das Zeug? Mir oder wem anderen? Wenn ja, wann? Ich würde eventuell auch tauschen. Gegen ein Glas Marmelade zum Beipiel.

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Auf die Vorspeise verzichte ich neuerdings meist: zu viel Arbeit für unter der Woche und satt werden wir allemal auch mit zwei Gängen. Außerdem macht das viele Essen müde und verringert die Aufnahmefähigkeit.

Dieses Mal gab es Malfatti hauptsächlich nach diesem Rezept. Das relativ einfache Essen gehört zu meinen Highlights, der geliebte Mann findet es wohl etwas zu langweilig, aber alle, ja Sie lesen richtig, alle anderen Anwesenden mochten es sehr. Ja, die Töchter waren auch dabei. Beide. Ich mache das allerdings nicht oft, denn die Zubereitung ist etwas zeitintensiv.

Es ist mir dieses Mal so gut gelungen, wie vorher nicht und das lag daran, dass ich genug Geduld aufbrachte, etwas, was mir nicht immer zur freien Verfügung steht. Geduld für das sorgsame Putzen des Spinats, das Abtropfenlassen der Ricotta. Das Formen der kleinen, ja was denn nun? Knödelchen, Kügelchen, Nudeln kostet einiges an Zeit. Teig zu Rollen formen geht gar nicht, jedenfalls nicht für jemand mit meinen durchschnittlichen motorischen Fähigkeiten. Und so forme ich jedes Knödelchen einzeln. Mit einem Teelöfel und viel Mehl an den Händen.

Das klappt und das Ergebnis ist sehr gut. Aber wie gesagt, es dauert. Und die relevanten Zutaten Ricotta und Spinat müssen wirklich gut abgetropft oder ausgedrückt sein, sonst wird der Teig nicht fest genug.

Der richtige Brüller aber war der Nachtisch, der bei „den Großen“ extrem gut ankam und im nachhinein für ein großes Hallo sorgte: die vegane Mousse au Chocolat war mir Tage vorher im auf ihrem Blog dokumentierten veganen Selbstversuch von Katharina Seiser untergekommen. Nun stehe ich Veganismus mehr als kritisch gegenüber, mir nicht ganz erklärlich ärgert er mich sogar, aber dieses Rezept fand ich so absonderlich, dass ich es ausprobieren musste, zumal ich Tofu an und für sich schätze.

Was soll ich sagen: eine feine, cremige Konsistenz, der Geschmack der hochwertigen Schokolade, bei mir „getarnt“ durch Zugabe der Orangenschale, aber nicht des Likörs, ergibt ein Dessert, das ich nicht unbedingt als Mousse bezeichnen würde, weil die Luftigkeit und Raffinesse einer echten Mousse au Chocolat fehlen, das aber weniger aufwändig und risikoreich als eine solche und deutlich feiner und edler daherkommt als der Schokopudding aus dem Päckchen.

Der geliebte Mann hätte allerdings bei der nachfolgenden Erklärung, dass es sich bei der Trägersubstanz um Tofu handelt, nicht erschreckter gucken können, wenn ich von Maden und Würmern erzählt hätte. Ob das also nochmal so durchgeht?

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Dieses Mal konnte ich keinem der Tipps folgen, da ich schon am Abend, als ich das Motto hörte, wusste, was ich zeigen werde. Laut vorausgegangener Unterhaltungen kannte nämlich keiner der beiden Mitschauer diesen meiner Meinung nach sehenswerten Film – eine Situation, die nicht oft vorkommt und die es auzunützen gilt. Sonst bin ich die, die die Filme nicht kennt…

Leaving Las Vegas ist keine leichte Kost, sehr eindrücklich in seiner Schilderung der Macht einer Sucht, des Schönen im Schrecklichen, ohne Sentimentalität, bedrückend real in der geschaffenen Traumwelt Las Vegas. Und das Ganze unter anderem brilliant dargestellt von Nicolas Cage.

Ich war dieses Mal dennoch nicht ganz so zufrieden mit dem Film. Elizabeth Shue schien mir teilweise doch eher schön als glaubwürdig, aber das größte Problem war, denke ich, die miserable deutsche Synchronisation, leider hatte ich beim Ausleihen nicht auf die erhältlichen Sprachen und Untertitel geachtet. Die beiden Erstseher waren jedenfalls dennoch beeindruckt.

Zum Essen komme ich gesondert, die Vorgabe fürs nächste Mal ist mit „Engel“ relativ konkret.

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Auf dem Fahrradweg meiner Wahl parkten heute 4 Autos hintereinander (ich nehme an, Eltern bringen ihre Kinder in eine Kita im Haus davor). Der vierte stieg gerade aus, als ich vorbeifuhr. Auf mein reichlich wütendes: „Das ist ein Fahrradweg“ hat er erst mal gar nicht reagiert, auf mein „Hey“ mit „Hey“ geantwortet und auf mein zweites „Das ist hier ein Fahrradweg“ mit „Ist schon gut“ abgewunken. Ich wiederum gab ein nicht so schönes Wort zurück mit hinterhergedachtem: „Nee, iss gar nicht gut.“

Warum? Es handelt sich um eine nicht sehr befahrene Einbahnstraße, Zone 30, und auch wenn es mir schwerfällt, das zuzugeben: richtig gefährlich war das Ausweichen für mich nicht, genaugenommen musste ich nicht mal abbremsen, aber pssst….

Woher also die Aggression? Es ist die Selbstverständlichkeit, die Nichtbeachtung, der Mangel an Respekt und die Ignoranz gegenüber andersartigen Verkehrsteilnehmern. „Ha,“ dachte ich, „und Du willst, dass ich nicht an der Seite entlang zur Ampel vorrolle? Dass ich nicht auf dem Bürgersteig fahre? Mich an Verkehrsregeln ebenso halte wie Du? – Warum sollte ich? Mir lässt hier ja auch keiner mein Recht, nicht mal mein bisschen Fahrradweg.“ Ich wurde schon ein wenig weinerlich vor Selbstmitleid.

Und dann dachte ich, dass das irgendwie alle so machen: die Fahrradfahrer mit den Fußgängern und Autofahrern, die Fußgänger mit den Fahrradfahrern und Autofahrern, die Autofahrer mit den Fußgängern und Fahrradfahrern, … von den Motorrad-, Moped-, Roller-, Rollstuhlfahrern mal ganz zu schweigen.

In Moabit gibt es mindestens eine Straße, vielleicht sogar ein ganzes Karree, in dem finden sich auf dem Bürgersteig Bitten an die Fahrradfahrer, doch nicht so schnell entlangzubrausen und auf eine faire Aufteilung des Weges zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern zu achten.

Das spricht nicht für das bisherige Benehmen der Fahrradfahrer, aber es verleiht einer Haltung Ausdruck, die mir gefällt: wenn wir alle uns ein wenig behutsamer und aufmerksamer gegenüber den anderen verhalten, und nicht immer nur auf das eigene Recht beharren, dann klappt es auch zusammen auf einem Weg. Sogar auf meinem Fahrradweg. Vielleicht.

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Und da war er endlich: Casablanca. Zack. Bumm. Lange nicht gesehen, ganz oft gesehen, immer geliebt.

Da gibt es nicht viel zu sagen, großartiger Kintopp, anderthalb Stunden die ganz großen Fragen, Humphrey Bogart, Ingrid Bergmann und Paul Henreid. Danach kam es zu einer kurzen Diskussion über die Rolle der Frau, die Rolle des Schwarzen, etc., aber wissen Sie was? Ist mir hier völlig egal. Großartiger Kintopp.

Premiere: die große Tochter und ein Freund von ihr haben mitgeschaut, die Tochter ein wenig gegen ihren Willen, daher habe ich noch kein Urteil gehört oder abgefragt. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich es überhaupt hören will. Aber dieser Film gehört nun mal zu einer ordentlichen Erziehung dazu, da muss sie durch. Und ich auch.

Essen war gut, aber bis auf Kleinigkeiten nicht von mir: Zweierlei Fladenbrot mit einer wieder einmal mehr als zu erschöpfenden Menge verschiedener Pasten, Oliven, getrockneten Tomaten von der Freundin. Ein bisschen Mangold mit Tahinesoße und Haselnüssen. Orangengewürzkompott mit Vanillejoghurtquark. Auch mal gut.

Nächstes Mal zeige ich was zu „I’m a drunkard“ (nach: Major Strasser: „What is your nationality?“ Rick: „I’m a drunkard“. Captain Renault: „That makes Rick a citizen of the world.“). Ich hatte Glück: es hätte auch sein können: „Sweetness, what watch?“ – „Ten watch.“ – „Such much?“.

Wer sich mit Filmzitaten beschäftigen möchte: gefühlt die Hälfte davon finden sich in Casablanca .

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Früher habe ich ja mal ganz viel gelesen. Ich lese gerne und schnell. Alles Mögliche, aber fast nur Belletristik. prinzipiell. Heute lese ich ziemlich wenig, ich komme nicht mehr dazu. Die Bücher türmen sich schneller auf als ich die Stapel abbauen kann. Da stößt man selbst in Altbauwohnungen an Grenzen.

Vielleicht wird ja jetzt was anders: wird haben nämlich kein normales Fernsehen mehr, sondern nur einen DVB-T Stick für den Laptop. Für Notfälle wie Tatort und Die Sendung mit der Maus. Und der funktioniert sogar einigermaßen. Jetzt.

Zwei Tage hat es mich gekostet, das Zeug zu installieren, und nein, es lag nicht an mir, andere Menschen im weiten Netz hatten ähnliche Probleme mit der Kombination aus gehasstem Betriebssystem und dieser Software/ den Treibern/ der Sternenkonstellation, wer weiß das schon so genau.

Seit Sonntag nachmittag – gerade noch rechtzeitig! – gibt es ein Bild und passenden Ton zu den vorher zwar empfangenen, aber nicht wiedergegebenen Sendern. Darauf bin ich ziemlich stolz.

Allerdings habe ich jetzt Probleme mit dem Internetzugang. Der DNS-Server mag nicht mehr antworten. Sagt Windows, aber wieviel man dem glauben kann, weiß man ja. Kann nicht mit dem Fernsehen zusammenhängen, sagt der benachbarte Informatiker, ist ja nicht aus dem Internet. Nee, klar. (Falls jemand anderer Meinung ist, und einen guten Rat hat: her damit!)

Dann halt Zufall, an den glaube ich ja gerne. Ein sehr lästiger Zufall. So lästig, dass der geliebte Mann gesagt hat, da zieht er doch lieber ein Kabel über zwei Räume, um den in den Mietnebenkosten bereits abgegoltenen Basiskabelempfang zu nutzen.

Dagegen spricht: warum jetzt? Warum, nachdem ich mich verzweifelt auf die Suche nach einer neuen Lösung begeben habe, als der vorherige IPTV-Anbieter gnadenlos zum Jahresanfang den Dienst eingestellt hat? Fuck you, O2: Du bist schuld. Nachdem ich alle entsprechenden Buchstabenkombinationen auswendig gelernt habe, um mit einem funktionablen Produkt den Elektronikmarkt wieder zu verlassen? Und dann tatsächlich mit DVB-T Stick zuhause angelandet bin, nicht mit DVB-C-Receiver, der es dann für den Kabelempfang am AltTVgerät sein müsste?

Dagegen spricht auch: sechs teilweise absurde Telefongespräche („Wie war Ihr Name?“ „…“ „Oh Gott!“) mit unterschiedlichen angeblichen Servicestellen von Telecolumbus, unserem Kabelversorger, lassen nicht auf Kompetenz und/oder Dienstleistungsmentalität schließen. Mit denen werden wir nicht glücklich.

Dagegen spricht vor allem: was wird dann aus meinen so romantisch intendierten Leseabenden mit einem Glas Rotwein im Urlesesessel am Ofen? Aus endlich ausreichend Zeit um alle hochgelobten Serien in Originalsprache auf DVD zu gucken? Aus gemeinsamen familiären Spieleabenden? Aus dem Ausbrechen aus der Gewohn- und Bequemlichkeit der Fernbedienung? Daraus, nun nur noch den Drang unterdrücken zu müssen, aus ähnlichen Gründen im Netz herumzueiern, um endlich zu einer hochwertigen Heimabendgestaltung zu gelangen?

Nee, nee, nee. Da verbringe ich meine Abende lieber damit, mit meinem Smartphone im Internet herauszufinden, warum mein DNS-Server jetzt immer wieder nicht mehr mit mir redet.

Wenn der geliebte Mann nicht ausgelastet ist, soll er noch ein paar Hochbetten bauen. Oder das Schlafzimmer neu verputzen. Keine Kabel legen. Nirgendwohin.

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