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Archive for Juli 2014

… solange die Erinnerung noch frisch ist.

Zum Thema „Hang zum Küchenpersonal“ ist mir fast unmittelbar ein Film in den Sinn gekommen, den ich vor ein paar Jahren im Kino gesehen habe und unbedingt nochmal sehen wollte, weil ich ihn herzerfrischend fand: Fatih Akins Soul Kitchen.

Ein bisschen Märchen mit großartig zickig-arrogantem Kochkünstler, einem griechischen Brüderpaar (mit dem überaus geschätzten Moritz Bleibtreu als Kleingauner), gut wirkendem Aphrodisiakum und – Motto fürs nächste Mal – einer Herzensangelegenheit. Oder mehreren. Dazu köstliche Dialoge – FilmVERGNÜGEN passt hier mal so richtig gut.

Zu essen gab es an diesem schwülen Sommerabend kalte Gurkensuppe, die geht in verschiedenen Variationen immer. Die gestrige bestand aus 1 guten Gurke, 2 Knoblauchzehen, ca. 200g Joghurt, bisschen Schmand, Limettensaft, Salz Pfeffer, einen Tick Kreuzkümmel, Minze. Bisschen Ingwer schadet auch nicht. Alles in den Mixer (außer Minze, die kommt klein geschnitten am Schluss hinein) und dann ab in den Kühlschrank. Feine, erfrischende Sache.

Außerdem ein wenig Käse, Tomaten, Salat, Hummus, Auberginencreme. Fladenbrot.

Für den Nachtisch kam die Inspiration aus einem meiner neuen Lieblingskochbücher: Deutschland vegetarisch von Stevan Paul und Katharina Seiser – vielleicht schreibe ich ein andermal mehr dazu.

Die „Errötende Jungfrau“ ist im Original mit 200 g Johannisbeeren und 300 g Erdbeeren. Angesichts des Angebots am Obststand der Wahl habe ich spontan beschlossen, das geht mit Himbeeren genauso gut. Bis auf ein paar ausgewählte Exemplaren zermixt man die Beeren zu Fruchtsauce (weil ich die Kernchen nicht so schätze, habe ich sie noch durch ein Sieb gepresst), verrührt 500 ml Buttermilch mit Zucker, lässt 150 ml der Fruchtsauce mit Agar-Agar aufkochen und gießt sie dann vorsichtig und unter ständigem Rühren in die süße Buttermilch. Darunter hebt man 150 ml geschlagene Sahne und dann ab in den Kühlschrank.

Wie befürchtet funktioniert das pflanzliche Geliermittel mal wieder nicht so gut wie Gelatine, das ist aber eher eine Konsistenz- als Geschmacksfrage. Ganz flüssig blieb die Sache ja glücklicherweise nicht. Nach Rezept kommt auf die feste Creme ein Rest geschlagener Sahne, die makellosen zurückbehaltenen Früchte und der Rest Fruchtsauce. Nochmal pure Frucht dazu schmeckt fein und sieht gut aus, die zusätzliche Sahne werde ich nächstes Mal weglassen.

Kam alles ganz gut an bei der Cineastengesellschaft.

Nachtrag: ich habe am Tag danach nochmal von der Süßspeise probiert und beschlossen, den gar nicht so kleinen Rest wegzuwerfen: es hat Klümpchen. Ich lasse das mit den biologischen Geliermitteln, es funktioniert nicht bei mir. Tipps sind willkommen!

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…alles Versäumte nachgeholt, solange ich mich wenigstens an die Filme erinnern kann.

„Es lebe der Wintersport“: Ich habe den zumindest mich verstörenden Schweizer Film L’enfant d’en haut (Winterdieb) gezeigt, der 2012 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet worden ist. Mir hat die Geschichte des Jungen aus dem Industriegebiet, der mit aus dem nahe gelegenen Skiressort geklauter Ausrüstung sich und seine Schwester durchbringt, die Darstellung der Welt, in der er lebt, in all ihrer Ödnis und Einsamkeit ausnehmend gut gefallen, die Reaktion der beiden Mitseher war eher verhalten.

Zu dem resultierenden „Oben und unten“ hat der liebe Freund einmal wieder einen Versuch unternommen, uns ein Genre näher zu bringen, das sonst nicht so das unsere ist: In Elysium ist die Erde ein Höllenort, an dem die Unterpriviligierten von Maschinen beherrscht ein von Gewalt und Krankheit gezeichnetes Dasein fristen, während sich die Elite auf die Raumstation Elysium zurückgezogen hat und dort das Leben aus dem Vollen genießt.

Prinzipiell schätze ich diese Versuche des Freundes sehr und meist bin ich positiv überrascht und froh, bestimmte Filme gesehen zu haben, für die ich von alleine niemals die Motivation zum Ansehen aufgebracht hätte, so wie 12 Monkeys oder Blade Runner. Hier erschien mir die Geschichte ein wenig vorhersehbar und ich hatte trotz meiner mangelnden Science-Fiction-Kenntnisse den Eindruck, dass nicht wirklich Neues gezeigt wurde. Jodie Forster war wie immer beeindruckend, aber das reichte mir dieses Mal nicht.

„In besseren Kreisen“, das daraus gewonnene Motto, wurde zu meinem großen Gefallen hundertprozentig erfüllt durch Robert Altmans Gosford Park, quasi Mord im Haus am Eaton Place oder heutzutage eher in Downton Abbey. Ich schätze beides sehr, kann von Maggie Smith in der Rolle der arroganten, gleichzeitig oft verarmten Upper Class Lady kaum genug bekommen und wurde meines Wissens auch noch nie von einem Werk Altmans enttäuscht: ein für mich sehr gelungener Filmabend. Die Herren? Schienen auf jeden Fall nicht so gefesselt, dass es ihnen leicht gefallen wäre, die 2,5 Stunden offenen Auges durchzuhalten ….

Und nächste Woche: „Der Hang zum Küchenpersonal“. Mir wird etwas einfallen, denke ich.

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Zu Besuch daheim

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Falls es jemand interessiert: Erdbeere und Aprikose. Von der Mama. Die besten.

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