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Archive for September 2014

Es kann nur einen geben. Meinte der liebe Freund und zeigte La Strada.
Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Entweder Sie kennen ihn sowieso und wissen Bescheid. Oder Sie kennen ihn nicht – wie ich vorher – dann schauen Sie sich ihn am besten bald an. Weil er direkt ins Herz geht. Keiner kann so richtig aus seiner Haut. Und man muss nicht abgrundtief böse sein und zerstört doch anderen das Leben.
Nein, fröhlich ist er nicht und fröhlich sind Sie nicht, wenn er zu Ende ist. Aber man sollte ihn gesehen haben, denn er ist ein Meisterwerk. Tatsächlich.
Nächstes Mal sehen wir vermutlich auch keinen Schenkelklopfer. Das lässt ein Motto wie „Einsamkeit“ kaum zu.

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Fast hätte ich den von Herrn Kurbjuhn empfohlenen Tin Men – jetzt auf die Liste der zukünftig zu zeigenden Filme gerutscht – gezeigt, aber dann kam alles anders.

Beim Recherchieren und Herumgucken bin ich nämlich auf einen ganz speziellen Businessman gestoßen, einen Berliner Geschäftemacher, von dem mich nicht nur die Geschichte interessierte, sondern auch, wie ein Dokumentarfilm sich des Ganzen überhaupt annehmen kann.

Die Rede ist von Norbert Witte, der den insolventen Spreepark nach Peru verschifft hat und dort mit seinem Sohn – es mussten ja mehrere ‚men‘ sein – in Drogengeschäfte verwickelt war, die ihm in Berlin, seinem Sohn jedoch in Lima Gefängnisstrafen eingebracht haben. Oder hat er seinen Sohn in die Geschäfte getrieben? Oder wie war das nun genau?

Der Film Achterbahn von Peter Dörfler behauptet nicht, die Wahrheit zu erzählen. Er entwirft vielmehr auf meisterhafte Weise ein Bild mit vielen Facetten, lässt neben Norbert Witte selbst, der 2008 vorzeitig aus der JVA Plötzensee entlassen wurde, andere zu Wort kommen, die dem Protagonisten mehr oder weniger zugetan und mehr oder weniger in das Geschehen involviert waren und sind: eine Tochter, die Exfrau, frühere Schaustellerkollegen, ein Techniker und nicht zuletzt Marcel Witte, der Sohn, der jetzt, nach zehn Jahren, erst die Hälfte seiner Strafe im peruanischen Gefängnis abgesessen hat.

Ein abschließendes Urteil erlaubt der Filmemacher weder sich noch dem Publikum und das macht diesen Film spannend und höchst sehenswert und hat ein intensives Gespräch und viele nachfolgende Gedanken ausgelöst.

Nächstes Mal zeigt der liebe Freund was zu „Der große Zampano“. Wenn er seine Meinung nicht wieder ändert, wissen wir auch schon was. Denn, so habe ich mir sagen lassen, eigentlich kann es davon nur einen geben.

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Ich habe es getan, ich bin: Ihnen. Allen. Dreien. gefolgt Und habe SIE ausprobiert, die Zucchiniröllchen. Als Vorspeise. Ohne Zwiebeln, aber mit Knoblauch.

Ich sag‘ Ihnen was: großartig! Ich hätte meinen Gästen am liebsten die Oliven und den Schafskäse hingeschoben und die Röllchen alleine gegessen.

Aber sauviel Arbeit. Und eigentlich nichts für ungeduldige Grobmotorikerinnen ohne jedweden Hang zur Perfektion. Zucchini in dünnste Scheiben schneiden mit dem Sparschäler ist eine doofe Arbeit. Die blanchierten Scheibchen zum Trocknen auslegen braucht mehr Platz, als ich auf die Schnelle zur Verfügung habe. Dann das mit der Füllung, die man irgendwie auf dem Scheibchen platzieren muss, am Ende noch gleichmäßig. Pah. Und nicht zu dick. Den Zahnstocher durch das glitschige Röllchen stoßen ohne es zu zermatschen und die Füllung wieder herauszudrücken. Und dann so in Paniermehl wälzen. Mit Zahnstocher, sehr witzig.

Am besten macht man sie unter Zeitdruck. Super Idee, so ein kleines Vorspeischen!

Aber wie gesagt: sie schmecken phänomenal. Es lohnt sich. Planen Sie genug Zeit ein. Nutzen Sie die Herstellung zum Entschleunigen, zum Meditieren. Oder finden Sie einen Dummen lieben Menschen, den Sie dafür begeistern können, die für Sie herzustellen. Egal welche Strategie Sie anwenden, sehen Sie zu, dass Sie in diesen Genuss kommen.

PS: Was ich schon längst mal sagen wollte, ist, dass ich bei allen drei Quellen fürs Rezept, also den Anonymen Köchen, Utecht und lamiacucina sehr gern nach Nachkochbarem suche und (fast) immer fündig werde. Manches ist mir halt zu viel Arbeit, oft zuviel Fitzelarbeit. Nichts für Grobmotorikerinnen. Aber vieles passt auch.

Probieren Sie es mal aus. Oder finden Sie jemanden, der es für Sie tut. Das ist aber jetzt mein letzter Tipp für heute.

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…ist es auf jeden Fall für Alvin, sich mit seinem schwerkranken Bruder nach Jahren des kompletten Zerwürfnisses zu versöhnen, und da er selbst zu ihm in den benachbarten Staat Wiscounsin fahren möchte, aber das mit einem Auto nicht mehr darf, tut er es eben mit einem Rasenmäher.

Eine rührende Geschichte ist The Straight Story von David Lynch, in der sowohl sein Hang zum Freakigen im ganz Gewöhnlichen als auch eine aus The Elefant Man bekannte tiefe Empathie und grundsätzliche Freude am Positiv-Menschlichen zum Ausdruck kommen. Ich habe den Film nicht zum ersten Mal gesehen und wieder so gemocht, dass es vermutlich auch nicht das letzte Mal war. Halt doch auch einer der Großen, dieser Lynch.

„One for the Road“ war nicht nur das nächste Motto, sondern so hieß auch gleich die vom geliebten Mann gezeigte englische Produktion um eine Gruppe Männer, die sich zwangsverpflichtet zu einem Kurs wegen alkoholbedingtem Verlust des Führerscheins zusammenfinden, im Prinzip weitersaufen und sich ziemlich an der Realität vorbei als erfolgreiche Geschäftsleute wähnen, die versuchen, mit einem Deal untereinander das Beste für sich herauszuziehen. Die Interessen gehen dabei so weit auseinander, dass das nicht gelingen kann und alles in einem großen, eskalierenden Besäufnis endet.

Nein, der Film war nicht ganz schlecht, aber ich weiß einfach nicht, was er soll. Betrunkenen Männern zugucken, wie sie sich zum Affen machen, ist nicht mein Ding. Lustig war er nur bedingt, wie das Thema schon vermuten lässt. Vielleicht für jene, die gerne betrunkenen Männern zugucken, …Eine Auseinandersetzung mit Rausch und Sucht findet nicht statt. Also: naja.

Für den kommenden Filmabend wäre ich offen für Empfehlungen. Nicht, dass mir gar nichts einfiele zum Thema „Businessmen“. Aber den großen Knüller habe ich jetzt noch nicht im Sinn. Anybody?

 

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