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Archive for August 2015

Na so was. Jetzt sind schon wieder drei Wochen um und ich habe zu noch gar keinem der Filme zum letzten Motto geschrieben. Sommer halt. Ferien.

Aber bevor demnächst das neu gewählte Motto zu erfüllen ist, erzähle ich doch noch kurz, was wir gesehen haben. Es war ja mein Motto und ich habe es gewählt, damit ich Peppermint Frieden zeigen, aber vor allem selbst einmal wieder sehen kann. Eine Geschichte aus der Sicht des kleinen Mädchens Marianne, über die Flucht aus dem zerstörten Zuhause und das kurz währende Glück des Friedens vor den Bedrohungen des Kalten Krieges, über Schuld und Versöhnung, Lebenslust und Scheinheiligkeit. Was mir damals, als ich ihn als Heranwachsende im Kino gesehen habe, nicht klar war: gespiegelt werden hier vielmehr die 80-er Jahre des 20. Jahrhunderts, die Enstehungszeit des Films, als die Nachkriegsjahre, also die Zeit der Handlung. Sehenswert? Ja. Begeisternd? Nein.

Es folgte der DEFA-Film Die Fahne von Kriwoj Rog von 1967, über die kämpferischen Bergarbeiter von Gerbstedt, die in den späten 20-ern von sowjetischen Bergarbeitern zum Zeichen ihrer Solidarität eine Fahne erhalten, die sie trotz Folter und Inhaftierungen über die Nazizeit versteckt halten, um mit ihr in Händen der befreienden Roten Armee entgegen zu gehen. Der Plot liest sich plumper als das Werk tatsächlich ist, vielleicht einfach weil trotz aller politischen Botschaft bei Filmleuten wie Kurt Maetzig, Eva-Maria Hagen, Erich Geschonnek und Manfred Krug dennoch die Kunst die Oberhand behielt.

Und gestern zeigte der liebe Freund dann das Highlight zu diesem Thema, nämlich Jakob, der Lügner, geschrieben von Jurek Becker, gefilmt von Frank Beyer. Dazu gibt es nicht viel zu sagen, außer, schauen Sie ihn sich an, wenn Sie ihn noch nie gesehen haben. Und schauen Sie ihn gerne nochmal an, wenn Sie ihn schon kennen. Vermutlich kann man ihn nicht oft genug sehen.

Damit haben wir es zu unserem Leidwesen nicht geschafft, dem wirklich sehr spannenden Tipp von Chris Kurbjuhn Die Russen kommen! Die Russen kommen! zu folgen. Aber wir sind alle so neugierig, dass er auf der Liste der unbedingt mal zu sehenden Werke gelandet ist. Zur Not auch mal ohne Motto…

Und ab nächster Woche heißt es laut liebem Freund: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ … Ideas, anyone?

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