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Archive for the ‘Die alte Heimat’ Category

Es wäre so schön, wenn Du noch da wärst. Nicht nur ich vermisse Dich.

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Man muss Pressack mögen, sonst geht es nicht.

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Wenn man das aber tut, steht einer erfrischenden schwäbisch-bayrischen Sommermahlzeit nichts mehr im Wege. Offizielle Schriften führen auf der Inhaltsliste weißen und roten Pressack, Emmentaler, Romadour oder Limburger Käse, Zwiebeln. Meine Mutter sprach noch von hart gekochten Eiern und Essiggurken. Zuerst war ich skeptisch, habe dann darauf bestanden, dass wir entweder Käse oder Eier nehmen, dafür habe ich noch eine grüne Pepperoni hineingeschnitten.

Stadium2

Mit Salz, Essig, Öl, und viel Pfeffer abschmecken. Nach Lust und Laune Schnittlauch drüber, Petersilie (wie hier) geht auch. Die Pressackstückchen würde ich das nächste Mal größer machen, würfeliger. Und mal den Käse dazu ausprobieren, erstmal mit Emmentaler, an Tagen mit viel Geschmackslust den Romadour. Dann aber die Eier weglassen. Ansonsten: jeder Zeit wieder. Schade, dass es in Berlin keinen Pressack gibt.

Gemisch

brot
Tellergericht

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Am 14.02.2008 – fast – so bei Qype gepostet, ist dem nicht wirklich viel hinzuzufügen.

Einer meiner ersten Gedanken, wenn ich über diesen Markt schlendere, ist immer: es gibt doch gute Gründe in Augsburg zu leben. Einer davon ist, hier fürs Wochenende einkaufen zu können.

Spätestens nach dem ersten Erwerb von Gemüse, Südfrüchten, Backwaren, Fleisch, Fisch oder Spezereien folgt unweigerlich der zweite Gedanke: das geht nur mit einem richtig gut bezahlten Job. Doppelverdienerhaushalt mit hohem Einkommen.

So viel Auswahl von dieser Qualität hat ihren stolzen Preis.

Aber erstmal der Reihe nach: ich beginne meist bei der Viktualienhalle. Früher hieß sie Käsehalle, aber mit schrägem Blick zum – mittlerweile – großen verhassten Nachbarn wurde sie vor ein paar Jahren umbenannt. Vielleicht auch zutreffender, denn nebst zwei oder drei Käseständen mit regionalem und internationalem Sortiment findet der geneigte Besucher u.a. Gewürze, Biowaren, schlesische Wurstwaren, den Bachbauern mit allem, was die Geflügelwelt so hergibt, und – ich nenne sie mal ‚mediterrane‘ – Leckereien.

Die hintere Reihe bietet verschiedenste kulinarische Möglichkeiten fürs Verschnaufen, Durst- und Hungerstillen.

Wieder unter freiem Himmel eröffnen sich mir zwei Möglichkeiten. Unter der Woche am Vormittag kann ich mich linker Hand auf den Bauernmarkt begeben, um Frisches aus dem Umland zu erstehen. Oder ich lasse mich von meiner Nase zur Gasse der Bäcker leiten, die sich an der Fleischhalle entlang zieht.

Hier ist versammelt, was in Augsburg backenderweise Rang und Namen hat, meine Schritte lenken mich allerdings direkt zur Bäckerei Wolf. Ob knuspriges Elsässer, deftiger Walnussknorzen, würzige Bierstange oder Krapfen, Küchle, Hörnle, – ist egal. Alles schmeckt so herrlich, wie es duftet. Die dunklen Sauerteigbrote sind in der Wahlheimat fast unerreicht.

Dann die Fleischhalle: in dem sehr pragmatischen, schnörkellosen Bau lenkt nichts vom Wesentlichen ab: dem hervorragenden Fleisch und der Wurst der Metzger und ihren Imbissangeboten. Eine Leberkässemmel oder ein Paar Weißwürst auf dem Augsburger Stadtmarkt – viel besser kann sich Gott in Frankreich auch nicht fühlen.

Wer nun denkt, bei Obst und Gemüse kann es nur noch langweilig werden, dem sei gesagt, dass ich eine ähnliche Auswahl in Berlin nur vom KaDeWe kenne. Fast immer finde ich an den Ständen etwas, das ich entweder nur vom Hörensagen kenne oder gar nicht. Dieses Mal war es, wie ich glaube, wilder Fenchel. Neben dem Korb mit nie vorher gesehenem dunkelgrünen Kraut. Doch noch wichtiger: die Qualität ist meist 1A, die Beratung äußerst kompetent: „Wenn Sie die Avocado für den Salat brauchen, sind sie super, fürs Guacamole müssten sie noch ein bisschen liegen.“

Und dann noch die Fischer mit den großen Wasserbecken und der Laden mit frischem Wild. Und oben und unten die Blumen. Und manchmal auch dazwischen…

Das Wissen darum, bei welchem Stand man die frischesten Blumen, das beste Lamm, den aromatischsten Bergkäse und die schmackhaftesten Erdbeeren kauft, wird von Generation zu Generation nur innerhalb der Familie weitergegeben. Aber die weiß ja auch, was gut ist.

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