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Archive for the ‘Warum ich Moabit nun doch verlasse’ Category

Es geht nur sehr langsam voran. Nun rächt sich, dass das Leben ein paar Wochen brach lag: der Alltag, das Fortkommen, die Organisation des Kommenden fordert jetzt seinen Tribut und lässt mich nicht mit voller Kraft das neue Zuhause schaffen. Die Nerven liegen blank, der Körper schmerzt angesichts der exzessiven, weil ungewohnten, körperlichen Arbeit.
Filmabend hat noch keiner stattgefunden. Unterschiedliche Prioritäten und Mentalitäten treffen aufeinander und vertragen sich nicht immer gut. Müssen die Lampen denn alle schon an Ort und Stelle hängen, wenn das Kinderzimmer noch nicht nutzbar ist? Warum wird ein Regal an einer Stelle aufgehängt, an der eventuell ein Stuhl Platz finden muss. Vielleicht ja aber auch nicht. Und das Regal ist aus dem Weg, die Dinge, mit denen es gefüllt wird, ebenso.
Beim Auspacken lässt sich vortrefflich ein zu nahegehendes Fußballspiel verfolgen; ohne das ganze Leid vom 1:0, über die rote Karte zum endgültigen 2:0 und dem Nichtaufstieg durchstehen zu müssen. Nur punktuelle Enttäuschung hält starke Gefühle in Grenzen. Immerhin haben die Jungs vom FCA nichts verloren, nur nichts dazugewonnen, halt. Vielleicht sind sie noch nicht soweit. Möchte ich glauben.
Zurück zum Wichtigen. Die Küche ist fertig, funktionsfähig, ganz schön geworden. Nur eben mit einem Regal am eventuell falschen Platz. Aber auch das könnte man ja wieder abhängen. Wenn es denn mal einem SDtuhl Platz machen müsste.

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Es schwankt. Es schwankt zwischen dem Gefühl, im absoluten Chaos zu ertrinken, kein Land zu sehen, am Eingepackten und Nichtwiederauffindbaren zu verzweifeln und einem unbestimmten Optimismus, wenn ein Stück mehr Kubikraum freigeschaufelt und ein Karton mehr erfolgreich entleert ist. Oder das erste einfache Mahl auf dem neuen Herd gekocht ist. Oder die Türe zum Bad nachts nicht mehr aufbleiben muss, weil es ein eigenes Licht bekommen hat und nicht mehr beim Flur schmarotzen muss.

Mehrere Freunde waren beeindruckt, weil die Technik schon halbwegs funktioniert und komplett einsetzbar ist. Das ist prima, stimmt eigentlich. Es wird so langsam. Bestimmt…

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Trotz extremem Stress in Job und Haus und seit heute strömendem Regen wird die neue Gegend erkundet. Es müssen neue Wege von und nach dort gefunden werden, gutes Brot, der nächste Geldautomat, ein feiner Platz fürs Fahrrad. Gestern war der zweite nette Abend in Gesellschaft hier im Kiez: zwei Moabiter haben uns sozusagen hinübergeholfen, ein Charlottenburger uns in Empfang genommen. Lieben Dank für einen nicht nur munteren, sondern vor allem aufmunternden Kneipenabend im Wilhelm Hoeck.

Aufmunterung ist auch von Nöten, wenn man, wie ich heute im beruflichen Kontext mit der festen Überzeugung von gerade 20-jährigen konfrontiert wird, dass mit 40 zumindest in punkto Leidenschaft und Verführung das Leben bereits vorbei ist. Ich hoffe, sie genießt ihre verbleibenden 19 Jahre…Mir bleibt dann immer noch die kleine Freude an der heute entdeckten, würzigen, bereits geliebten Leberkässemmel von Rogacki.

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Denke ich jedesmal, wenn ich die neue Wohnung betrete. Da wir bis zur letzten Aprilminute und darüber hinaus mit der alten Wohnung beschäftigt waren, ist hier nichts passiert. Keine kleinen, unsichtbaren Helfer sind des Nachts herumgewuselt und haben das Schiff klargemacht. Es bleibt wieder alles an uns hängen.

Eigentlich hätte ich mir denken können, dass, was sich so gegens Eingepacktwerden gesträubt hat, noch größere Zicken beim Auspacken macht. Trotz 12 weiterer qms habe ich keine Ahnung, wo das ganze Zeug hin will. Oder soll.

Dabei möchte das Leben jenseits des Wohnungswechsels doch auch wieder aufgenommen werden….

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…aber eben immer noch nicht ganz. Ich weiß nicht, wo die Dinge alle herkommen, seit ein paar Tagen habe ich die Tendenz alles als „unwichtig“ zu deklarieren. Leider machen das die bereitgestellten Haushaltsmülltonnen nicht mit. Also wieder eine Fuhre zur BSR…
Heute mittag ist es vorüber – so oder so. Gestern abend noch einmal die Nachtigall gehört, die alljährlich im Frühjahr den Hinterhof besingt. Ich mag glauben, es war ein Abschiedslied.
Ich gehe gar nicht leicht irgendwo weg. Allerdings verdient eine Straße, die sich im April immer noch mit den stinkenden Gingkofrüchten des Vorjahres brüstet, dass man aus ihr wegzieht.
Ob’s wohl in Charlottenburg Nachtigallen gibt? Und Gingkobäume?

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Wir haben genug gepackt um den Laster einmal vollzuladen und die Belastbarkeit der Umzugshelfer an ihre Grenzen zu bringen. Es ist viel geschafft, aber längst nicht alles. Der Kellerraum entspricht ungefähr der Ladefläche eines 7,5-Tonners, würde ich meinen…

Es sieht aus, als würde es nie ein Ende nehmen. In der neuen, wirklich sehr schönen Wohnung stehen Kartons, Kartons, Kartons. Warum passen nie die Ordnungssysteme der vorherigen in die neue Umwelt? Müssen ein paar Jahre Leben so viele Dinge beinhalten? Und – sind MP3s doch Schellackplatten vorzuziehen? Hat überhaupt das Grammophon den Umzug überlebt?

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Entweder ich packe die Nacht durch und muss morgen beim Umzug selbst passen. Oder ich packe während die anderen umziehen. Juhu, ich komme drum rum…
Kann man durch Umziehen eine Stauballergie entwickeln? Vielelicht muss ich aufhören, Bücher einzukartonieren.
Die gute Seite an der Sammelleidenschaft des geliebten Mannes: wir haben genug Einwickelpapier durch mehrere Jahrzehnte taz. Nachteil: eine Doppelseite taz packt nicht viel ein. Die Zeit wäre besser gewesen. Alles relativiert sich.
Belesene Männer sind überbewertet.

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