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Posts Tagged ‘Auge um Auge’

Ich hinke sowas von hinterher mit der Filmberichterstattung, es muss an der Hitze liegen. Jetzt ist schon wieder Dienstag und ein neuer spannender Filmabend steht bevor.

Der Ausspruch bei der Verkündung des letztwöchigen Mottos war es, der dann auch die letztwöchige Auswahl bestimmte: „Das ist aber doch jetzt mal gut fürn Western.“ Für das Genre, das wir eher vernachlässigt haben. Ich habe noch Filme zum Thema Todesstrafe in Erwägung gezogen, mich dann aber dagegen entschieden. Ich wollte die gute Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Meine Liebe zu Western kommt von meinem Vater, mit dem ich die Wiederholungen rauf und runter geguckt habe; die Klassiker als auch die B-Movies; Italo-Western und alles von John Wayne. Nie geschafft haben wir „Spiel mir das Lied vom Tod.“ Mein Vater war Fernsehzuschauer, nicht Kinogänger. Doch als das erste Programmkino am Platz endlich an einem Sommersamstagnachmittag den Film zeigte, habe ich ihm das Versprechen abgerungen, mit mir dorthin zu gehen. Er hat mich runtergehandelt auf eine Fahrradtour ins waldig-schattige Siebenbrunn. Obwohl genauso wenig Fahrradfahrer wie Kinogänger war meinem stark rauchenden Vater eine anderthalbstündige Fahrradfahrt eher geheuer als drei Stunden Kino ohne Zigarette.

Ich habe ihn viel später noch in einem anderen Programmkino gesehen, ich glaube, mein Vater auch – im Fernsehen. Da dieser Film zum Angedenken an meinen Vater gehört und ja tatsächlich eine für Dienstag abend ungebührliche Länge aufweist, habe ich mich für einen anderen, eher unbekannten Western entschieden, den ich damals allein gesehen hatte und der mich als jungen Menschen ziemlich beeindruckt hat in seinem Umgang mit dem alttestamentarischen Rachekonzept – und zwar per se, aber auch vor dem Hintergrund der zuhauf konsumierten Westernfilme -: The Bravados. Dass hier selbst Religion als Heilsbringerin – sachte – hinterfragt wird, war mir nicht mehr bewusst.

So leicht bin jetzt nicht mehr zu beeindrucken, Filmästhetik hat sich verändert. Es ist trotzdem ein spannender Western, anders als andere. Oder nicht? Ich glaube, ich muss mal wieder ein paar anschauen.

Basierend auf der übereinstimmend geäußerten Bewunderung des genialen Einsatzes von Musik in The Bravados geht es heute darum, dass „der Film die Musik macht.“

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Mist, ich habe gar nicht mehr viel Zeit. Irgendwie ist mit Fußball und dies und jenem die Zeit zu schnell vergangen und nun habe ich nur noch einen Tag, um mir den ultimativen Film zum Thema „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ zu überlegen. Das ist übrigens das Motto aus Bomber und Paganini von letzter Woche (Danke Herr Kurbjuhn!), zu dem ich leider nicht viel sagen kann, weil ich eingeschlafen bin.

Ich möchte dazu erklären, dass das nicht auf die Qualität des Films schließen lässt, höchstens auf seine Actionwertigkeit: ich bin nicht spätfilmtauglich. Wenn nicht ein magenverkrampfender, herzschlagverdreifachender Thriller gezeigt wird, habe ich die Tendenz – im Kino wie vorm Fernseher – nach 22 Uhr einfach einzuschlafen. Wie übrigens auch auf Auto- und Zugfahrten. Ich bin dann wie hypnotisiert und habe keine Chance gegen die Schwerkraft der Augenlider. Da das immer wieder sehr schade bzw. von den Anwesenden eher kritisch beurteilt wird, muss ich eben dafür sorgen, dass die Anfangszeit wieder nach vorne rückt. Ist eh zu heiß, um viel zu essen, gibts zukünftig belegte Brote…

Und morgen eben wie gesagt, mit „Auge…..“

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