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Definitiv macht Bruno Antony Guy Haines in Strangers on a Train ein unmoralisches Angebot. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich über den Film vom Dienstag nachdenke – das Wort „Creepy“ ist das einzig passende. Ein großartiger, spannungsgeladener Hitchcock auf der Grundlage eines Romans von Patricia Highsmith, über den laut geliebtem Mann die Rede geht, dass die Zusammenarbeit zwischen Regisseur und dem ursprünglich allein fürs Drehbuch verantwortlich zeichnenden Raymond Chandler keine fruchtbare war: Hitchcock sagte wohl später über Chandler, dass es nun mal besser sei, wenn der Schuster bei seinen Leisten bliebe.

Es ist ja nun kein Geheimnis, dass Romanschreiben und Drehbuchschreiben zwei verschiedene Paar Schuh sind (um im Bildthema zu bleiben…), und daher Talent und Können im einen keineswegs dasselbe im anderen garantieren. Aber vielleicht lag es doch auch daran, dass Chandler bei einem der Treffen aus dem Fenster geguckt haben und bei Hitchcocks Ankunft laut gerufen haben soll: „Oh, schaut, der dicke Mann versucht, aus dem Auto auszusteigen.“ Wie dem auch sei, das Zerwürfnis zwischen den beiden war ein lebenslanges, das Drehbuch wurde von Czenzi Ormonde nach Hitchcocks Wünschen mindestens umgearbeitet, aber Chandler bleibt designierter Mitautor in den Credits.

Was den Film angeht, ist es mir piepegal, wer nun das Drehbuch geschrieben hat, er rangiert definitiv unter ‚Sehenswert‘ und das nicht nur wegen der atemberaubenden Karussell-Szene.

Zu essen gab es Salat als Vorspeise und Rhabarberstrudel aus Österreich vegetarisch. Köstlich. Rezept folgt bald.

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