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Posts Tagged ‘Fear and Loathing in Las Vegas’

Ach, ach, ach, schon wieder hinke ich den Ereignissen hinterher. Den „American Dream“ haben nämlich schon vor zwei Wochen Johnny Depp und Benicio del Toro in Fear and Loathing in Las Vegas ad absurdum geführt.

Unser Dienstag abend ist ja immer auch die Möglichkeit, sich Filme zu Gemüte zu führen, die ich freiwillig nicht ansehen würde. Es gibt sogar Filme, vor denen habe ich Angst. Davor, dass sie mich zu sehr mitnehmen, zu sehr berühren, zu sehr entsetzen, traurig machen. Filme können das schließlich. Es gab nicht nur einen Kinobesuch, bei dem ich Anfang bis Ende tränenüberströmt vor der Leinwand saß. Das Schrecklichste in meinem Leben habe ich – Gott sei Dank- im Kino gesehen.

Ich dachte, Fear and Loathing in Las Vegas gehört in diese Kastegorie und kam deshalb in meinem bisherigen filmrezipierenden Lebenslauf nicht vor. Doch beim Gucken fiel mir der tatsächliche Grund dafür ein, warum ich Ende der Neunziger darauf verzichtet hatte, ihn mir anzusehen: in den Kritiken wurde Terry Gilliam vorgeworfen, dass er die These nicht entkräftet hatte, dass die drogeninduzierte Odyssee durch den Wahn USA von Hunter S. Thompson nicht verfilmbar ist.

Nicht, dass ich das Buch gelesen hätte, obwohl ich es bereits vor Jahren symbolträchtig im City Lights Bookstore in San Francisco erstanden habe. Aber ich verstehe die Kritik. Ich hatte das Gefühl, zu verstehen, was gesagt werden soll, aber es blieb gewollt und an der Oberfläche. Ich kann mir die literarische Vorlage jetzt vorstellen und wahrscheinlich kann man sie einfach nicht verfilmen.

Ich meine, wenn Gilliam das schon nicht schafft?

(Weiter ging es dann die Woche darauf mit dem sehr treffenden „Sex and Drugs and Rock’n Roll“…)

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