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Posts Tagged ‘Grenzüberschreitung’

Tolles neues Motto…grummel, grummel, es lässt sich bestimmt was finden, aber so spontan kommt mir da nichts in den Sinn. Vielleicht nochmal ein Western? Gestern gab es den ersten in unserer illustren Reihe von cineastischen Schmankerln. Und es war ein verhältnismäßig neuer, moderner Western, auch wenn das Leben im texanischen Grenzgebiet anmutet als hätte sich seit damals nicht viel verändert. Das Thema von Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada war allerdings nicht der Kampf zwischen guten weißen Kolonialisten und bösen indianischen Ureinwohnern. Auch nicht gute Staatsmacht gegen bösen Banditen.

Nein, das Thema war wie bestellt „Grenzüberschreitung“ – schwierig, egal in welche Richtung: sowohl den illegalen Einwanderern aus Mexiko als auch Tommy Lee Jones mit der Leiche eines mexikanischen Freundes und einem entführten Grenzbeamten auf dem Weg zum mexikanischen Heimatdorf des erschossenen Freundes wird es von den US-Grenzern schwer gemacht, das jeweilige Ziel zu erreichen. Ich erzähle nun nicht weiter, um nicht mehr vorweg zu nehmen für die Interessierten unter Euch.

Es ist auf jeden Fall ein Western: ein Guter und ein Böser, Weiße und Nichtsoweiße, der Saloon wird zum Diner. Es gibt Cowboys und Entrechtete. Das mag manchmal ein wenig simpel erscheinen, aber es ist ein schöner Film, ein guter und spannender Western, der seinem brisanten Thema gerecht wird. Und ich bin doch immer wieder froh, wenn die Richtigen wenigstens im Film recht behalten.

Und nun? „Viva Mexico“. Ich fange schon mal an zu recherchieren.

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Der gute Freund hat es sich nicht leicht gemacht mit der „Heimat“. Herausgekommen ist ein sehr schöner, sehr ungewöhnlicher Film. Endlich mal eine Doku, das hatten wir bisher nicht am Dienstag abend: „Schlesiens Wilder Westen“ von Ute Badura. Ausgehend von den Menschen, die es angeht, ungewohnte Perspektiven auf einen so idyllisch anmutenden, mit so viel heimatlichen Emotionen besetzten Ort, nicht entblößend, nicht beschönigend.

Und was mir am meisten gefallen hat: kein Kommentar, der mir ein Urteil vorgibt, der mir erzählt, was die Bilder nicht zu erzählen vermögen. Ganz große Klasse und das Thema komplett nicht verfehlt. Mal sehen, ob dies nächste Woche genauso gut gelingt, wenn es um „Grenzüberschreitungen“ gehen soll.

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