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Posts Tagged ‘Hitler-Stalin-Pakt’

Katyń von Andrzej Waida ist harte cineastische Kost, aber das war bei diesem Motto nicht anders zu erwarten. Es geht, wie der Name vermuten lässt, um die Massenmorde, die die russischen Mitbesatzer an polnischen kriegsgefangenen Offizieren an verschiedenen Orten in Russland verübt haben, für die stellvertretend das Massaker von Katyn steht.

Es geht um Polen und seine Menschen als Opfer der größenwahnsinnigen Machtansprüche seiner despotischen Nachbarn. Großartig und den Film im Kern erfassend ist die erste Filmszene, in der auf einer Brücke die Flüchtlichsströme zusammenprallen, der eine von Osten auf der Flucht vor der russischen Besetzung, der andere von Westen, weg von den deutschen Angreifern.

Dass die Massaker in der Tat von der Roten Armee auf Befehl von Josef Stalin verübt wurden, erscheint auch angesichts des schier unerträglichen Zynismus, mit dem beide Seiten nach dem Verrat der vorgeblichen Brüderschaft zwischen den menschenverachtenden Despoten der jeweilig anderen die Taten in die Schuhe schieben und das für sich propagandistisch nutzen, eher wie ein Zufall.

An der Geschichte mehrerer Angehöriger von verschwundenen Offizieren zeichnet Waida ein eindrüchliches Bild davon, welche Bedeutung dies vor allem für das neue Polen unter sowjetischem ‚Schutz‘ hat, das diese grausame Lüge unter dem Deckel halten muss. Die dies nicht tun oder nicht wollen, haben wenig Chancen zu überleben.

Ob ich mit der Vorgabe „Zwischen den Fronten“ beim nächsten Mal dann doch wieder einen Schenkelklopfer präsentieren kann – wer weiß?

Das Essen: bunt und wärmend; passt hier nicht her, gibt einen eigenen Post.

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