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Posts Tagged ‘Jim Morrison’

Ich wurde angemahnt. „Du hast noch gar nichts zum letzten Film geschrieben.“ sagt der geliebte Mann vorwurfsvoll.

Stimmt. Wollte ich die ganze Woche schon machen. Und zwar nicht nur zum letzten Film vom Filmabend, sondern zu all den Filmen der letzten Woche. Zu der Enttäuschung, die ich bei The Wild One im Rahmen der „Summer of Rebels“-Filmreihe auf Arte, empfunden habe. Marlon Brando als Oberrocker der Blue Rebels, einer berühmt-berüchtigten Motorradbande, die arglose Kleinstadtbürger in Angst und Schrecken versetzt. Nu ja. Heutzutage geht Angst und Schrecken im Film anders und alles andere war seicht, gefühlsduselig, wenn nicht gar sentimental zu nennen.

Großartig und sehenswert fand ich hingegen die im Anschluß gezeigte Dokumentation When You’re Strange über Jim Morrison und die Doors von Tom DiCillo. Annäherung an einen Mythos. Helden meiner Jugend, auch wenn die erst ein paar Jahre nach Morrisons Tod überhaupt begann. Überzeugend die Atmosphäre der Zeit eingefangen.
Umwerfend:

Zum Thema der Spätgeborenen passt auch der Film, den ich vor kurzem für ein paar Euro ergattert und vor ein paar Tagen der großen Tochter gezeigt habe. Milos Formans Hair ist a) tatsächlich nicht so schlecht, weckt b) weit zurückliegende Erinnerungen und der Soundtrack scheint c) so sehr in mein Langzeitgedächtnis eingebrannt, dass ich seither verschiedene Stücke nicht mehr aus dem Sinn bekomme. Sollte mich einmal unglücklicherweise das Schicksal einer Demenzerkrankung ereilen, werde ich vermutlich den anderen WG-Bewohnern den ganzen Tag daraus vorsingen.

Und dann gab es am Dienstag zum – wohl recht anspruchsvollen – Motto „Ahnbar machen“ wieder einmal eine bravouröse Lösung durch Pi – Der Film von Darren Aranofsky. Ein Film über Besessenheit, die Frage nach der ultimativen Antwort, „Genie und Wahnsinn“ (Vorgabe für heute). Irritierend, ästhetisch und verstörend fand ich ihn. Der geliebte Mann fand ihn nichtssagend. So unterschiedlich kann der Geschmack sein.

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Meine große Tochter sagte letztens zu mir, sie könne Männer nicht leiden, die so singen. Dabei bezog sie sich auf die im Radio viel zu selten gespielten „Doors“ und meinte den göttlichen Jim Morrison.

Ein paar Wochen vorher lief beim Abendessen mit Freunden eine von mir zusammengestellte und gebrannte CD. Irgendwann hebt sie den Kopf, schaut mich resigniert-verächtlich an und sagt: „Die CD hast bestimmt Du aufgenommen, oder?“

Ich schaue meinem Küken gerade beim Flüggewerden zu. Hätte nicht gedacht, dass das so schwer wird. Und dabei steht die Pubertät erst bevor. Jedenfalls werde ich heute abend um neun auf Arte nochmal Prinzessinnenbad ansehen, eine wunderbare Dokumentation über drei heranwachsende Mädchen aus Kreuzberg, die mit großer Einfühlsamkeit nie bloßstellt und mich beim ersten Sehen trotzdem traurig gemacht hat. Empfehlenswert.

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