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Posts Tagged ‘Johannisbeeren’

Um endlich mal diese seit einer Weile so häufig gelesene Wort hier unterzubringen: ich berichte dieses Mal zeitnah vom letzten filmabendlichen Erlebnis. Man muss ja den Ereignissen nicht immer hinterherhecheln. Also, nach sommerlichem Schnuckedöns – noch ein Wort, das ich gerne mal einfließen lassen wollte, dieses Mal, weil’s mir so gut gefällt – wie Brotsalat, gebackenem Schafskäse, frischen Maiskolben, Zucchini-Joghurt-Trifle und Johannisbeer-Crumble zeigte ich zum gegebenen Motto Being John Malkovich.

Der Film ist witzig und sehr skurril, aber begeistert hat er mich nicht. Er schien mir nicht ganz schlüssig, er hat Längen, die Geschichte trägt nicht so richtig über die Spielfilmzeit und vor allem ist er ganz subjektiv für mich nicht von Belang. Nett anzusehen, interessantes Gedankenspiel und dann ist aber auch gut. Ganz schön viel John Malkovich. Oder sonst jemand, der aussieht wie John Malkovich. Oder was jetzt? Naja.

Hätte ich vielleicht doch mal lieber Roberto Benignis La vita e bella oder David Lynchs Blue Velvet gezeigt, aber die waren mir ja zu intensiv oder zu berührend für einen lauen Augustsommerabend und generell. Das habe ich nun von meinem Hang zum eher Komischen und Harmonischen. Life of Brian ist mir leider erst danach eingefallen.

Vielleicht gibt es ja nächste Woche das Kontrastprogramm. „Die Welt mit anderen Augen“ birgt ja einiges an Möglichkeit.

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Mal wieder einen meiner anderen Lieblingsnachtische ohne großen Aufwand gemacht. Inspiration und Mengenangaben: Jamie Oliver, Kochen mit Jamie Oliver (ich muss mein Kind bitten, den in die Liste der völlig unkreativen Titel aufzunehmen).

Für viereinhalb Leute nehme ich 500g Johannisbeeren und dann wird es zuviel. Jedenfalls zu viel zum Aufeinmalaufessen. Aber das macht nichts, Crumble schmeckt mir auch am nächsten Tag noch, kalt.

Für die Menge Obst passt folgende Menge Krümelteig – hergestellt aus: 225 Mehl (gemischt mit Haferflocken oder gemahlenen Nüssen), 115 g Butter, 90 g Zucker. Manchmal mache ich Vanille mit ran, manchmal Zimt. Sonst bin ich bei den Krümeln bisher nicht so experimentierfreudig. Vielleicht kommt das noch.

Das Obst kommt in die Auflaufform, wenn es so saures ist, wie Johannisbeeren, zuckere ich es nach Geschmack. Aber den Geschmack nicht wegzuckern. Das Süß-Sauer-Gleichgewicht kann man mit ein bisschen mehr Zucker im Krümelteig ausgleichen. Oder in der dazugereichten Creme. Oder Schlagsahne. Ich habe gestern den Rest vom 10% Joghurt mit ein bisschen Vanillezucker verrührt. Sehr gut. Je nach Frucht ist auch Quark, Schmand, Creme Fraiche oder Mascarpone denkbar, eventuell auch in Mischungen. Das muss man ausprobieren. Je süßer das Obst, desto mehr Säure darf die Creme enthalten. Sowie andersrum.

Habe ich schon erwähnt, wie sehr ich auch kulinarisch Sommer mag?

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Der dienstägliche Filmabend dient natürlich auch dazu, den Mitguckern gelegentlich den einen oder anderen Lieblingsfilm zu präsentieren. Und so nutzte ich die Gelegenheit und zeigte vor zwei Tagen Charade, einen meiner geliebten Cary Grant-Filme, mit spritzigen Dialogen und haltlos komischen Momenten wie dem Orangentanz.

Eingeleitet wurde dieser Abend der entspannten, klugen und überaus amüsanten Unterhaltung von einem schnellen und feinen Abendbrot aus Radieschenbroten mit Kürbiskernöl und Wildkräutersalz und dem simplen, aber grandios schmackhaften Kartoffel-Bohnen-Olivenöl-Gemisch, das ich direkt in mein Repertoire an einfachen Sommergerichten aufgenommen habe, plus begleitenden Tomatensalat, gefolgt von Johannisbeervanillequark vom Vortag, den ich mit geschlagener Sahne aufgewertet und auf -zugegeben- gekauften Biskuitboden verteilt hatte. Letzteres werde ich nicht mehr tun, wenigstens nicht mit einem Boden derselben Firma. Er war zu trocken und hat den leckeren, sahnigen, luftigen Quark eher beeinträchtigt als ihn unterstützt.

Das nicht ganz einfache Motto fürs nächste Mal ist: „Namen sind Schall und Rauch“. Mir fällt dazu erstmal nichts ein, aber ich bin ja auch nicht dran und habe großes Vertrauen in die fundierten Filmkenntnisse des lieben Freundes, der sicher wieder etwas nicht nur Passendes, sondern auch Spannendes dazu finden wird.

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Boah, jetzt bleibt gerade noch ein Tag, um vom letzten Filmabend vor der zweiwöchigen Sommerpause zu berichten. Die Sommerpause ist bereits vorbei und ab morgen abend gibt es schon wieder neuen Stoff. Daher:

Wie abgekartet zu erwarten führte das Motto zu The Royal Tenenbaums. Und das war auch gut so. Auch beim vierten oder fünften Mal bin ich begeistert: ein großartiger Film, skurril, ein bisschen böse, witzig. Absolut empfehlenswert! Mehr gibt es da von meiner Seite aus nicht zu sagen, außer vielleicht, dass die Vorgabe natürlich vollständig erfüllt war, ja, dass die Tenenbaums eventuell tatsächlich der Inbegriff einer von Familienbande sind.

Das Essen war gelungen, wenigstens für die das Vegetarische nicht Verabscheuenden oder gar Bevorzugenden. Die kalte Vorsuppe aus Gurken und Joghurtzeugs habe ich ebenso von meinem vegetarischen Lieblingsblog wie die Gefüllten Kohlrabi. Bei der Suppe habe ich einen Teil des Joghurts mit Schafjoghurt ersetzt – passt sehr gut.

Beim Hauptgericht habe ich mich ziemlich an die Angaben gehalten, war gut (sagen zwei der Beteiligten), aber ganz schön viel (sagen alle, aber insbesondere ein Beteiligter, der sich über den Geschmack nicht so äußern wollte). ‚Groß‘ ist natürlich ein dehnbarer Begriff, ich versuche es nächstes Mal mit ‚kleineren‘ Kohlrabis. Wie meist muss ich aber sagen, dass mir die Füllung besser gemundet hat als das gefüllte Gemüse. Das war früher bei den Paprika schon so….

Gut gelungen, einfach, köstlich (sagen alle drei Beteiligten und die kleine Tochter ebenfalls): Beeren-Crumble bei mir aus Him- und roten Johannisbeeren. Wegen der Säure der Früchte habe ich dazu Schlagsahne, nicht etwa Schmand o.ä. gereicht: sanft, cremig, voll. Mach ich wieder. Genau so.

So, und zum nächsten Mal könnte man glatt denken, es sei wieder ganz einfach mit dem Motto, das da lautet: Lügen und Geheimnisse. Aber wir werden sehen.

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