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Posts Tagged ‘Karamell’

Von den gerade relevanten Themen habe ich mich gegen den Spargel entschieden. Nachdem der liebe Freund beim letzten Mal anmerkte, dass er nun zum dritten Mal in diesem Jahr Spargel äße, und zwar immer bei uns, dachte ich, man muss auch mal etwas sein lassen können.

Deshalb konzentrierte ich mich auf die in diesem Jahr bereits aromatischen und süßen Erdbeeren aus der Region und – Ottolenghi. Sie haben meinen Vorspeisensalat inspiriert, zu dem ich gebratene Zucchini-Scheiben gab und ihn mit Sumach überstreute. Und ich habe mich endlich an ein mich schon seit Beginn anlachendes Rezept gewagt: die Tarte Tatin Surprise aus Blätterteig, Oreganoblättchen, Karamel und Kartoffeln, ein bisschen halbgetrocknete Cherrytomaten und gebratene Zwiebel, Ziegenribeaupierre. Sagenhaft. Der kritischste Esser am Tisch sagte: „Rund. Da passt alles zusammen.“

200 g Kirschtomaten halbieren, salzen, pfeffern und mit Olivenöl beträufeln – ab in den 130 Grad warmen Ofen. Für 45 Minuten so was. Kartoffeln: egal welche, Hauptsache sie schmecken, kochen, in gleich dicke Scheiben schneiden, mit oder ohne Haut, nach Geschmack und Kartoffelalter. 1 in dünne Scheiben geschnittene Zwiebel in Olivenöl oder Butter golden braten.

Dann 40g Zucker mit 10g Butter im Topf karamellisieren lassen, in eine mit Backpapier ausgelegte Tarteform – Springform geht auch – fließen lassen und gleichmäßig verteilen, Oreganoblättchen drauf, dann die Kartoffelscheiben. Salz und Pfeffer nach Belieben. Die Zwischenräume mit den Tomätchen und der Zwiebel ausfüllen, oben drauf Ziegenhartkäse in Scheiben.

Ich mochte ihn eher mild, weil ich den Stall nicht schmecken mag und zerlaufen muss er natürlich auch. Ribeaupierre von der Ziege hat sich hervorragend geeignet. oben drauf eine Platte Blätterteig – ich mache ihn nicht selbst, weil dann ein schnelles Gericht zum zeitfressenden Edelabendschmaus mutiert – die man an den Seiten so ein bisschen vorsichtig reinstopft. Bei 200 Grad 25 Minuten backen, dann auf 180 runter und nochmal ca. 15 Minuten, bis einen die Blätterteigdecke so anlacht, dass man es nicht mehr aushält. Heiß oder warm, eventuell mit grünem Salat.

Was macht es da noch, dass das Erdbeerdessert nur halb perfekt war? Die obere Schicht Löffelbiskuit nicht weich, der Cremepart nicht schmelzig genug? Geschmeckt hat’s ja doch schon auch.

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