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Posts Tagged ‘Minze’

Zum Filmabend gab es letzte Woche Pasta mit Artischocken und Erbsen aus Italien vegetarisch.

Erste echte Erbsen

Erste echte Erbsen

Die Antwort, auf die Frage, wie es geschmeckt hat, hängt von den Befragten ab: der Mann mochte die Artischocken nicht, ich habe ihn im Verdacht, eventuell Artischocken gar nicht zu mögen, denn ich fand sie das Beste am Ganzen. Der liebe Freund war begeistert. Die kleine Tochter hat sich erst komplett verweigert, denn: sie mag ja keine Pilze. Auch dann nicht, wenn die Pilze Artischocken heißen. Die Nudeln ohne Fremdkörper, aber mit Kräutern fanden ihre Gnade. Bei mir war es schwierig: ich hatte überlegt, die im Rezept aufgeführte Minze wegzulassen, denn Minze in meinem Essen und in meiner Schokolade stehe ich eher ambivalent gegenüber. Das kann gut gehen, muss aber nicht. Dann wollte ich nicht so ein Feigling sein und habe sie eben doch dazu gegeben. Naja.

Es kann übrigens gut sein, dass das „Naja“ an der Art der Minze lag, vielleicht hätte eine andere Sorte besser gepasst. Aber ich hatte nur die, von der ich nicht einmal weiß, welche es war. Beim Aufwärmen hat sie deutlich weniger herausgeschmeckt, und schon kam ich besser mit dem Gericht klar. Für die anderen – auch die kleine Tochter – stellte die Minze übrigens kein Problem dar. Wahrscheinlich würden sie auch Lamm mit Minzsoße essen…sofern sie denn Lamm essen würden.

Und so macht man das: Erstmal 4 kleine (bei mir: 3 große) Artischocken (laut Rezept am besten Albenga, Brindisino oder Violetto, ist jetzt in Berlin nicht so ganz leicht zu finden, ich war froh, überhaupt irgendwelche zu bekommen – siehe auch Minze) putzen: eine ziemliche Arbeit und viel Abfall. Ich bin da keine Expertin, ich glaube, das muss man auch ein bisschen ausprobieren. Ganz wichtig: stellen Sie vorher eine Schüssel mit Zitronenwasser bereit, in die jedes bearbeitete Artischockenteil gleich eingetaucht wird, damit es sich nicht unansehnlich verfärbt. Stiel kürzen, äußere Blätter abzupfen bis sie heller werden. Dann die verbliebenen Blätter großzügig abschneiden und die Artischocke von unten nach oben schälen, vierteln, die weichen lila Blätter aus der Mitte entfernen und das Heu wegkratzen, eventuell noch dunkle oder harte Blattteile nochmal wegschneiden, ins Zitronenwasser damit.

Oder schauen Sie mal bei Youtube nach einer Anleitung.

8 Essl. Olivenöl in einer Pfanne erwärmen, eine angedrückte Knoblauchzehe und ein Lorbeerblatt zum Aromatisieren dazugeben, wieder entfernen und dann die ganz nassen Artischockenviertel direkt aus dem Zitronenwasser in die Pfanne geben, Salz und Pfeffer drauf und zugedeckt ca. 30 Minuten schmoren lassen. Erbsen, wenn frisch, palen, eine fein gewürfelte Zwiebel in 4 Essl. Olivenöl weichschmoren, die Erbsen dazu und knapp mit Wasser bedeckt 15 Minuten köcheln. Jetzt wird noch ein kleiner Bund Petersilie und – wer mag – Minze (vorzugsweise „Italienische Bergminze“, ich glaube auch unter Römische Minze bekannt; ich werde mal bei den Kräuterleuten gucken gehen. Oder sehen, dass ich auf dem Augsburger Stadtmarkt einen Topf ergattern kann) feingehackt.

Tropfnasse Pasta, Erbsen und Kräuter unter die Artischocken mischen, wer will, noch mehr gutes Olivenöl darüberträufeln und fertig. Im Rezept wird eine Pastasorte namens Spatzenzungen angegeben, ich kenne sie nicht, habe auf den Alternativvorschlag Tagliatelle zurück gegriffen. Ich fand es war – mit den genannten Abstrichen – ein großartiges Frühlingsessen.

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Köstlich und frisch hat er perfekt in die Hitze der vergangenen Woche gepasst, der Salat.

melone-Schafskäse

Orientiert habe ich mich an diesem Rezept von esskultur, im Gegensatz zur Verfasserin bin ich nicht ganz so streng was Außentemperatur und Stückchengröße angeht, nur bei der Qualität der Zutaten dürfen unter keinen Umständen Kompromisse gemacht werden: der Salat schmeckt nur mit aromatischster Minze, festem, würzigem Schafskäse und gut gekühlter, knackig-süßer Melone.

Übrigens scheint es mir ein Erwachsenenessen zu sein: Die große Tochter findet das Essen absurd, die kleine probiert nicht mal davon.

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