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Posts Tagged ‘Zeit der Träume’

Dem Rat einer nicht nur belesenen sondern auch besehenen Mitbloggerin gefolgt bin ich und habe nicht nur die Zeit der Träume miterlebt, sondern in erster Linie ihr Ende. Nächstes Mal, wenn Mutzi H. Europa allerdings davon redet, dass einem das Herz bricht, werde ich dies ernster nehmen und mir gut überlegen, ob ich dafür gewappnet bin.

Darren Aronofskys „Requiem for a Dream“ ist ein Film über Menschen, die auf der Überholspur leben, sich das Leben ein bisschen bunter, wilder machen wollen, die Träume haben, von denen Du ganz schnell weißt, dass sie nicht in Erfüllung gehen werden, nicht in Erfüllung gehen können, denn sie haben ihre Seelen nicht dem Teufel verkauft, sondern sich der Droge. Drogen, die sie in den absoluten Zerfall führen: seelisch, körperlich, geistig. Sie verlieren einen Arm, ihre Würde, ihre Freiheit und ihren Verstand. Und Du siehst ihnen dabei zu und hältst es am Ende fast nicht mehr aus.

Er hat mich noch tagelang beschäftigt, die Bilder haben mich verfolgt und ich hatte auch erstmal keine Lust, über ihn zu schreiben, dieser beeindruckendste Anti-Drogen-Film meines Lebens. Ich war froh als er zu Ende war und ich möchte ihn niemals wieder sehen. Aber ich bin auch froh, dass ich das jetzt weiß.

P.S.: MIr ist kene gute Überleitung eingefallen, die gibt es einfach nicht zu einer Titelzeile eines Herbert Grönemeyer – Liedes. Ich entschuldige mich auch in aller Form dafür, dass ich eine solche als Vorgabe für den nächsten Film ausgesucht habe, aber sie hat sich mir so hartnäckig in Hirn gebohrt als ich darüber nachgedacht habe, was vom Menschen übrig bleibt, wenn er solch umfassender Zerstörung anheim fällt. Der gute Freund muss nun – hoffentlich nächsten Dienstag – einen Film zum Thema „Wann ist der Mensch ein Mensch“ aussuchen, und wenn ich mir auch sicher bin, dass er diese Aufgabe wieder einmal bravourös lösen wird, kann ein wenig Anregung sicher nichts schaden.

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Es ist vollbracht. Wir haben das Ende der Welt abgeschlossen. Nun beginnt die „Zeit der Träume“. Ein schwieriges Unterfangen, da so viel damit gemeint sein kann und einiges dann wohl doch nicht. Und wer beurteilt’s? Schwere Wahl. Wann ist ein Traum ein Traum und beinhaltet die Zeit der Träume bereits ihre Verwirklichung? Oder ists dann kein Traum mehr?

Ist Heranwachsen immer eine Zeit der Träume und fällt somit auch Eis am Stil unter dieses Motiv? Warum passt eine Doku über die Hausbesetzer der 80er Jahre, aber nicht Hair? Oder geht das doch? Was ist die Rocky Horror Picture Show, wenn nicht der Einbruch einer wilden Traumwelt in die brave US-amerikanische Lebenswelt von Janet und Brad?

Ich gehe assoziativ ran, das bietet sich an bei diesem Thema. Aber ich muss aufpassen, dass ich den strengen – um nicht zu sagen etwas unflexiblen – Kriterien des Mottogebers entspreche. Zumindest muss ich sauber argumentieren können.

Irgendwelche Ideen?

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