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Posts Tagged ‘Zeit zu gehen’

Das Motto passte nicht nur zum gestrigen – regulären – Programm unseres dienstäglichen Filmabends, sondern unbeabsichtiger Weise auch zum Gastfilm: Shut Up and Shoot Me ist eine schwarze Komödie, ein bis dahin ungesehener, charmanter Mix aus osteuropäischem Fatalismus und britischer Exzentrik. We were amused.

Regulär und wie immer passend zur Vorgabe sahen wir gestern Nói albínói, den ersten und gleich absolut empfehlenswerten isländischen Film unserer Reihe. Langsam, eindringlich, ohne große Worte. Lakonisch trifft es vielleicht am besten, so hatte ihn der liebe Freund angekündigt. Und immer wieder gab es Szenen zum Lachen. Aber nicht nur.

Die größten Worte im Film stammen wohl von Kierkegaard (auf Grund derer der ortsansässige Buchverkäufer das Buch in den Mülleimer wirft) und ein Teil davon bildet die – ich nenne es mal ‚Herausforderung‘ fürs nächste Mal: „Erhänge Dich und Du wirst es bereuen“. Ich denke, Hilfestellung kann nicht schaden.

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Eigentlich wollte ich die Finger lassen von den Filmen meiner Kindheit und Jugend. Oder wenn schon, dann alleine anschauen. Das ist nicht so peinlich wie ein unsägliches, 12-16-jährige aus verschiedensten Gründen beeindruckendes MachWerk den Dienstagscineasten vorzuspielen, die bedeutungsschwangere Stille nach dem Film und die hochgezogenen Augenbrauen ertragen zu müssen. „Aha.“ Ist so ein vernichtendes Urteil. Oder: „Hm.“ Beim Alleinschauen bleibt einem noch die Nostalgie oder in schweren Fällen wenigstens nur die eigene Enttäuschung.

„Eigentlich“ heißt, so ganz kann ich die Finger aber nicht von alten Lieblingsfilmen lassen. Die Neugier ist zu groß und die Einschätzung der eigenen intellektuellen Reife zu allen Lebensphasen trotz gegenteiliger Erfahrungen hoch. Es ist geglückt letzten Dienstag: endlich, endlich, endlich habe ich wieder einmal einen meiner Langzeitfavoriten schauen können. Ich habe den Herren die ultimative Lebensrettung und Hymne an das Leben an sich kredenzt: Harold and Maude. Mal wieder Cat Stevens gehört und uns gefragt, was wohl aus Yussuf geworden ist. Nachgeguckt, welche Filme Ashby noch gemacht hat, wo Ruth Gordon noch mitgespielt hat. Gelacht und ein bisschen geweint. Ich würde ihn jederzeit wieder anschauen. Und nein, ich finde ihn nicht kitschig und nicht überholt.

Nächste Woche gibt es ein Gastspiel, d.h. zu Gast sind eine Freundin und einer ihrer Lieblingsfilme („Damit da auch mal was Tschechisches gezeigt wird, bei Eurem Filmabend.“) und die Woche darauf zeigt der liebe Freund was zum Thema „Zeit zu gehen“. Any suggestions?

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